arbeitgeber investieren auch 2009 in weiterbildung der mitarbeiter
Arbeitgeber investieren auch 2009 in Weiterbildung der Mitarbeiter
Über die möglichen Folgen der aktuellen wirtschaftlichen Situation auf den Arbeitsmarkt wird derzeit vielerorts diskutiert. Im Rahmen der Sonderfrage des randstad-ifo-flexindex wurden Ende des vergangenen Jahres 1.036 Personalleiter aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor nach den geplanten Ausgaben für Fort- und Weiterbildung in 2009 befragt.
Über die möglichen Folgen der aktuellen wirtschaftlichen Situation auf den Arbeitsmarkt wird derzeit vielerorts diskutiert. Doch trotz Wirtschaftskrise haben Unternehmen immer noch einen Mangel an qualifizierten Fachkräften. Deshalb setzten Arbeitgeber auch in 2009 auf Weiter- und Fortbildungen ihrer Arbeitnehmer.
Im Rahmen der Sonderfrage des randstad-ifo-flexindex wurden Ende des vergangenen Jahres 1.036 Personalleiter aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor nach den geplanten Ausgaben für Fort- und Weiterbildung in 2009 befragt. Nahezu 68 Prozent der Unternehmen möchten demnach die Ausgaben für Fort- und Weiterbildung 2009 unverändert lassen, gut 26 Prozent planen sogar eine Erhöhung der Aufwendungen. Insbesondere Betriebe aus dem Dienstleistungssektor beabsichtigen mit 31,6 Prozent eine überdurchschnittlich hohe Ausweitung entsprechender Ausgaben, in der Industrie berichten demgegenüber nur 20,3 Prozent von zusätzlichen Aufwendungen.
Insgesamt werden fast 95 Prozent der Arbeitgeber ihre Ausgaben für Schulungen voraussichtlich erhöhen bzw. nicht reduzieren. Dies zeigt, dass Qualifizierung des eigenen Personals ein wichtiges Instrument gegen Fachkräftemangel darstellt. „Der Faktor Mitarbeiterqualifizierung gewinnt gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt noch stärker an Bedeutung. Ein qualifizierter Mitarbeiterpool ist Voraussetzung für flexiblen Personaleinsatz“, so Heide Franken, Geschäftsführerin Randstad Deutschland, zu den Ergebnissen des flexindex. Um der Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften gerecht zu werden, fördert Randstad Mitarbeiter durch bedarfsorientierte Qualifizierungsmaßnahmen. Dabei wird auch die Gruppe der Geringqualifizierten berücksichtigt, die gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten Wettbewerbsnachteile hat.
Der in Zusammenarbeit von Randstad und dem ifo-Institut entwickelte flexindex zeigt die langfristige Bedeutung und Funktion personalpolitischer Flexibilisierungsinstrumente. Im 4. Quartal 2008 ist der flexindex für die Gesamtwirtschaft im Vergleich zum Vorquartal von 17,5 auf 16,6 Punkte leicht gesunken. Den größten Rückgang verzeichnete der Dienstleistungssektor. Bezogen auf die Unternehmensgröße ist der Index lediglich bei Unternehmen mit einer Größe zwischen 250 und 499 Beschäftigten stark gestiegen (von 23,8 auf 33,3 Punkte).
Betrachtet werden die Flexibilisierungsinstrumente „Arbeitszeitkonten“ und „Überstunden“, „befristete Verträge“, „innerbetriebliche Umsetzung“, „Zeitarbeit“, „freie Mitarbeiter“, „Minijobs“ und „Outsourcing“. Im 4. Quartal 2008 wurden in erster Linie „Arbeitszeitkonten“ und „Überstunden“ als Flexibilisierungsinstrumente eingesetzt. Für das 1. Quartal 2009 wird dem Thema „Überstunden“ jedoch ein Bedeutungsverlust prognostiziert.

