Randstad-ifo-flexindex: Senkung der Sozialversicherungsbeiträge - Randstad - Die Nr.1 für Personaldienstleistung, Personalvermittlung, Zeitarbeit und Jobs in Deutschland

Randstad-ifo-flexindex: senkung der sozialversicherungsbeiträge

Zurück zur Übersicht Aktuelles July 10, 2009

Personalleiter sehen kaum Entlastung in Senkung der Sozialversicherungsbeiträge

Bereits Anfang des Jahres hat die Bundesregierung das Konjunkturpaket II verabschiedet. Entlastungen und Investitionen wie die Abwrackprämie sollen Deutschland aus der Finanzkrise führen. Auch die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung sind seit dem 1. Juli 2009 um 0,6 Prozentpunkte von 15,5 auf 14,9 Prozent gesunken – zu gleichen Teilen auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber verteilt. Doch den aktuellen Ergebnissen des randstad-ifo-flexindex zufolge, bewerten Unternehmen dies zurückhaltend. Fast 90 Prozent der befragten Personalleiter sehen in der Maßnahme keine bzw. nur eine geringe Entlastung für ihr Unternehmen.

Quelle: Randstad DeutschlandQuelle: Randstad Deutschland

Im Rahmen der Sonderfrage des randstad-ifo-flexindex wurden im Mai dieses Jahres 1.000 Personalleiter aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor bezüglich ihrer Einschätzung zur Senkung der Sozialversicherungsbeiträge befragt. Immerhin belaufen sich die steuerlich finanzierten Erleichterungen bei der Sozialversicherung laut Bundesregierung auf insgesamt rund € 12 Milliarden in 2009 und 2010. Knapp 29 Prozent der Befragten Personalleiter gaben jedoch an, in dieser Maßnahme „praktisch keine Entlastung“ für das eigene Unternehmen zu sehen, rund 60 Prozent bewerten sie als „geringe Entlastung“. Nur etwa jeder zehnte Betrieb bewertet die Neuregelung als „große Entlastung“. 
 

Diese große finanzielle Erleichterung erwarten vor allem Unternehmen mit 500 und mehr Beschäftigten (27,7 Prozent). Bei Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern liegt der Anteil der positiven Einschätzungen hingegen spürbar geringer. In Unternehmen bis 49 Beschäftigten sehen lediglich gut 7 Prozent einen finanziellen Vorteil in der Maßnahme zur Senkung der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung. Bei den Betrieben, die zwischen 50 und 249 Mitarbeiter beschäftigen, sind es gut 11 Prozent. Nur jedes zehnte Unternehmen mit 250 bis 499 Angestellten sieht eine Entlastung in der politischen Maßnahme gegen die Finanzkrise. 
 

Der in Zusammenarbeit von Randstad und dem ifo-Institut entwickelte randstad-ifo-flexindex zeigt die langfristige Bedeutung und Funktion personalpolitischer Flexibilisierungsinstrumente. Im zweiten Quartal 2009 ist der randstad-ifo-flexindex für die Gesamtwirtschaft im Vergleich zum Vorquartal um 1,9 auf 15 Punkte gesunken. Während die Umfrageteilnehmer nun zum dritten Mal in Folge von einer zunehmenden Bedeutung (Zukunftseinschätzung) der Flexibilisierungsinstrumente innerhalb der nächsten drei Monate ausgehen, hat sich die aktuelle Bedeutung wiederum reduziert. Lediglich Handelsunternehmen schätzen die Flexibilisierungsmöglichkeiten bei der Personalsteuerung wichtiger ein als im Vorquartal.

Der flexindex betrachtet die Flexibilisierungsinstrumente „Arbeitszeitkonten“ und „Überstunden“, „befristete Verträge“, „innerbetriebliche Umsetzung“, „Zeitarbeit“, „freie Mitarbeiter“, „Minijobs“ und „Outsourcing“. Laut den aktuellen Ergebnissen setzen die Personalleiter bei der derzeitigen Wirtschaftslage vorwiegend auf „Arbeitszeitkonten“, mit sichtlich niedrigerer Bedeutung folgen „Überstunden“ und „innerbetriebliche Umsetzungen“.
 

Hier finden Sie die vollständige Pressepublikation