Randstad-ifo-Personalleiterbefragung Q1/2017

Aktuelle Arbeitsmarktthemen

Die in Zusammenarbeit von Randstad und dem ifo-Institut entwickelte Randstad-ifo-Personalleiterbefragung zeigt die langfristige Bedeutung und Funktion von Flexibilisierung im Personaleinsatz. Im Rahmen der Umfrage werden zusätzlich aktuelle Personalthemen aufgegriffen.
Im 1. Quartal 2017 dreht sich die Sonderfrage um die Beschäftigung von Flüchtlingen und wie sich der Anteil in den Unternehmen im Vergleich zur Befragung vor gut einem Jahr geändert hat.

Auswertung Sonderfrage: Beschäftigung von Flüchtlingen

Bereits im 4. Quartal 2015 wurden Personalleiter befragt, ob sie in den vergangenen Monaten Flüchtlinge beschäftigt haben. Während damals der Anteil bei 7% lag, hat sich gut ein Jahr später der Anteil mehr als verdreifacht. In der aktuellen Befragung gaben 22% der Unternehmen an, Flüchtlinge eingestellt zu haben. Mit 24% liegt dabei der Handel an der Spitze, knapp gefolgt von dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor (beide 21%). Am häufigsten werden die Geflüchteten als Praktikanten eingestellt (43%), gefolgt von Hilfskräften (40%) und Auszubildenden (33%). Lediglich 8% können gleich als Facharbeiter einsteigen.

Jedes fünfte Unternehmen, das in den vergangenen zwei Jahren Flüchtlinge beschäftigt hat, hat staatliche Fördermittel in Anspruch genommen. Diese reichen von betrieblichen Einstiegsqualifizierungen, die im Rahmen eines Langzeitpraktikums der Vermittlung beruflicher Grundlagen dienen, bis hin zu Lohnzuschüssen und der Förderung von Sprachkursen.

19% der befragten Unternehmen sehen aufgrund von fehlenden Sprachkenntnissen, Qualifikation und branchenspezifischen Anforderungen keine Einsatzmöglichkeiten für Geflüchtete, besonders gilt das in der Dienstleistungsbranche. Firmen, die bereits Praxiserfahrung mit Flüchtlingen haben, sehen dagegen ganz andere Hürden. Hier bewerteten die Personalleiter den Aufenthaltsstatus der Geflüchteten (45%) als ein großes Hindernis, gefolgt von der Dauer der behördlichen Verfahren (36%) und dem Beschäftigungsverbot bei Geflüchteten aus sicheren Herkunftsländern (34%).

Die Bedeutung von Flexibilisierung im 1. Quartal 2017

Außerdem wird im Rahmen des Randstad-ifo-Personalleiterbefragung ermittelt, welche Flexibilisierungsinstrumente in den befragten Unternehmen zum Einsatz kommen. Mit 96% flexibilisieren fast alle Unternehmen das eigene Personalmanagement über einen Auf- und Abbau von Überstunden. Sehr häufig werden aber auch Arbeitszeitkonten (88%) eingesetzt. Zudem werden innerbetriebliche Umsetzungen (84%) und ebenso oft befristete Verträge (71%) genutzt. Die Beschäftigungsmodelle Zeitarbeit (53%), Outsourcing (42%) und freie Mitarbeit (41%) finden etwas weniger Anwendung.

Instrumente der Flexibilisierung

Vierteljährlich werden circa 1.000 Personalleiter aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor zu folgenden Flexibilisierungsinstrumenten befragt:

  • Arbeitszeitkonten
  • Überstunden
  • befristete Verträge
  • innerbetriebliche Umsetzung
  • Zeitarbeit
  • freie Mitarbeiter
  • Minijobs
  • Outsourcing

Aus den gewonnenen Antworten wird der Flexindex berechnet, mit dem sowohl Veränderungen für die gesamte Wirtschaft als auch sektorspezifische Unterschiede aufgezeigt werden.

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