Der Randstad-ifo-flexindex Q4/2016

Die Bedeutung von Flexibilisierung im Personaleinsatz

Der in Zusammenarbeit von Randstad und dem ifo-Institut entwickelte Randstad-ifo-flexindex zeigt die langfristige Bedeutung und Funktion von Flexibilisierung im Personaleinsatz. Im Rahmen der Sonderfrage des flexindex werden zusätzlich aktuelle Personalthemen aufgegriffen. Im 4. Quartal 2016 dreht sich die Sonderfrage um die Rente mit 63. Außerdem wurden die Unternehmen zum Thema Flexirente befragt.

Auswertung Sonderfrage Randstad-ifo-Personalleiterbefragung im 4. Quartal 2016

Seit Juli 2014 können Arbeitnehmer abschlagsfrei mit 63 Jahren in Rente gehen. Das wird von den Beschäftigten gut angenommen, wie die Randstad-ifo-Personalleiterbefragung ergeben hat. In jedem zweiten Unternehmen (52%) machen Mitarbeiter inzwischen von der Regelung Gebrauch. Meist handelt es sich dabei um Facharbeiter (64%). Was für die einen von Vorteil ist, bereitet den Unternehmen Probleme.

97% der Personalleiter gaben an, dass die frei gewordenen Stellen wiederbesetzt werden. Allerdings haben 65% der Befragten damit Schwierigkeiten. Die Suche nach qualifizierten Facharbeitern (69%) gestaltet sich dabei am aufwändigsten, insbesondere das Verarbeitende Gewerbe hat damit zu kämpfen (82%). Obwohl eklatante Personalengpässe entstehen, werden von Unternehmensseite allerdings kaum Maßnahmen ergriffen, um die Mitarbeiter länger zu halten. Lediglich 43% der Personalleiter gaben an, dass sie Angebote zur Mitarbeiterbindung schaffen.

Eine Möglichkeit, damit Mitarbeiter künftig den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand flexibler gestalten können, ist die sogenannte Flexirente, die im Herbst 2016 beschlossen wurde. Diese soll gleichzeitig die Attraktivität erhöhen, eine Beschäftigung während der Rente auszuüben. Das hätte zur Folge, dass die Mitarbeiter länger im Unternehmen bleiben. Laut Befragung der Personalleiter gehen 44% davon aus, dass ihre Mitarbeiter von den Regelungen zur Flexirente Gebrauch machen werden. Und 57% glauben, damit mehr Mitarbeiter binden zu können.

Die Bedeutung von Flexibilisierung im 4. Quartal 2016

Außerdem wird im Rahmen des Randstad-ifo-Personalleiterbefragung ermittelt, welche Flexibilisierungsinstrumente in den befragten Unternehmen zum Einsatz kommen. Mit 97% flexibilisieren fast alle Unternehmen das eigene Personalmanagement über einen Auf- und Abbau von Überstunden. Sehr häufig werden aber auch Arbeitszeitkonten (90%) eingesetzt. Zudem werden innerbetriebliche Umsetzungen (84%) und ebenso oft befristete Verträge (74%) genutzt. Die Beschäftigungsmodelle Zeitarbeit (59%), Outsourcing (46%) und freie Mitarbeit (43%) finden etwas weniger Anwendung.

flexindex: Instrumente der Flexibilisierung

Vierteljährlich werden circa 1.000 Personalleiter aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor zu folgenden Flexibilisierungsinstrumenten befragt:

  • Arbeitszeitkonten
  • Überstunden
  • befristete Verträge
  • innerbetriebliche Umsetzung
  • Zeitarbeit
  • freie Mitarbeiter
  • Minijobs
  • Outsourcing

Aus den gewonnenen Antworten wird der Flexindex berechnet, mit dem sowohl Veränderungen für die gesamte Wirtschaft als auch sektorspezifische Unterschiede aufgezeigt werden.

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