Arbeitnehmer empfinden Karriereplanung als Hürdenlauf

06.03.2017 Zurück

Jeder zweite Arbeitnehmer fühlt sich nicht gefördert

Die meisten Arbeitnehmer sind hochmotiviert. 77 Prozent ist es wichtig, Karriere zu machen. So die gute Nachricht. Die schlechte: Die meisten Arbeitnehmer fühlen sich bei ihrem beruflichen Weiterkommen von ihrem Arbeitgeber ausgebremst. Sie erleben die Karrierelaufbahn als Hürdenlauf, so das Ergebnis der aktuellen Umfrage des Online-Magazins randstadkorrespondent. Rund 1.500 Leser haben an der Befragung zum Thema Karriereplanung teilgenommen.

Negativfaktoren für die Karriereplanung

 

Elternzeit und Teilzeit als Karriereknick

Eigentlich müsste man meinen, dass die Karriereplanung primär von beruflicher Kompetenz abhängt. Dass dem nicht so ist, stellen Arbeitnehmer fest, die auf das familienfreundliche Angebot ihres Unternehmens vertrauen und Teilzeit arbeiten, in Elternzeit gehen oder für die häusliche Pflege eine Auszeit nehmen. Schnell wird diese Entscheidung zum Stolperstein und letztlich zum Karriereknick.

  • 63% der Befragten geben an, dass sich ihrer Meinung nach Teilzeitarbeit negativ auf die berufliche Weiterentwicklung auswirkt
  • 50% finden, dass sich Elternzeit und häuslicher Pflege negativ auswirkt
  • 57% finden, beim Alter über 50 sieht es mit dem Schritt nach oben auf der Karriereleiter eher schlecht aus

Arbeitgeber bleiben bei Karriereplanung oft passiv

Viele Befragte bemängelten auch, dass der Arbeitgeber sie nicht aktiv in ihren Karriereabsichten unterstützt.

  • 50% merken an, dass sie sich bei ihrer Karriereplanung nicht gefördert fühlen
  • 40% sagen, dass ihnen in Feedbackgesprächen keine Karriereperspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden
  • Bei 20% der Befragten finden noch nicht einmal Feedbackgespräche statt

Unternehmen müssen sich um Mitarbeiter bemühen

„Die Ergebnisse sind alarmierend. In Zeiten von Fachkräfteengpässen sollten sich Unternehmen unbedingt um die vorhandenen Talente bemühen und versuchen sie zu halten. Dazu gehört auch eine aktive Förderung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Das ist auch ein Ausdruck von Wertschätzung gegenüber dem Arbeitnehmer. Sonst ist er ganz schnell weg“, so Andreas Bolder, Director Group Human Resources bei Randstad Deutschland.

54 Prozent der Arbeitnehmer sind laut Umfrage bereit, den Arbeitgeber zu wechseln, um ihre Karriere voranzubringen.

Für ihre Karriere würden Beschäftigte auch einige Entbehrungen in Kauf nehmen: Mit längeren Pendlerzeiten können sich immerhin 75 Prozent der Arbeitnehmer arrangieren, einen Umzug in eine andere Stadt bzw. Bundesland ziehen 37 Prozent in Betracht.

Der randstadkorrespondent

Das Online-Magazin randstadkorrespondent, das vom Personaldienstleister Randstad herausgegeben wird, erscheint alle zwei Monate und bietet viel Wissenswertes rund um das Thema Personalarbeit. Das Online-Magazin führt regelmäßig Umfragen unter seinen Lesern durch. An der aktuellen Befragung zum Thema „Karriere: Laufbahn oder Hürdenlauf?“ haben rund 1.500 Leser teilgenommen.

Weitere Informationen gibt es unter www.randstad-korrespondent.de. Auf der Homepage kann man sich auch für den Newsletter anmelden.

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