Die Gründe für Flugausfälle sind vielfältig. Doch was passiert, wenn der Arbeitnehmer nicht rechtzeitig aus dem Urlaub zurückkehren kann, weil der Rückflug ausfällt oder verschoben wurde?

Arbeitnehmer tragen allgemeines Wegerisiko – auch bei Flugausfall
Arbeitnehmer tragen allgemeines Wegerisiko – auch bei Flugausfall

In solchen Fällen trägt der Arbeitnehmer die damit verbundenen Konsequenzen – auch, wenn der Ausfall nicht selbstverschuldet ist. Somit kann der Mitarbeiter für die verpasste Arbeitszeit keinen Sonderurlaub beantragen, sondern lediglich versuchen, beim Arbeitgeber weitere Urlaubstage einzureichen. Ist dies nicht möglich, muss der Arbeitnehmer damit rechnen, dass die fehlenden Arbeitstage bis zur Rückkehr vom Unternehmen nicht vergütet werden. Laut § 616 des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) muss der Arbeitgeber nämlich nur dann den Arbeitslohn bei Fehlzeiten fortzahlen, wenn der Verhinderungsgrund des Arbeitnehmers persönlichen Ursprungs ist, beispielsweise eine Vorladung für eine Zeugenaussage. Allgemeine Ausfälle im Straßen- oder Flugverkehr haben jedoch ihren Ursprung nicht in der Person des Arbeitnehmers. Das Fernbleiben vom Arbeitsplatz ist in einem solchen Fall einer Verkehrsstörung zuzuschreiben, von der auch weitere Reisende betroffen waren.

Ein verzögerter Arbeitsbeginn durch einen ausgefallenen Flug ist jedoch kein Anlass abgemahnt oder gar gekündigt zu werden, da den Arbeitnehmer keine Schuld an der Verhinderung trifft.