Bei den Berufseinsteigern und Hochschulabsolventen kündigen sich neue Trends in Sachen Karrierewünsche und Wahl des Arbeitgebers an. Das ergab die aktuelle Absolventenstudie 2016. 

Mindestens einmal im Jahr findet es statt: das Mitarbeitergespräch. Von vielen wird es argwöhnisch betrachtet, geht es in diesem Gespräch doch um die Beurteilung der eigenen Leistung, so zumindest die allgemeine Meinung. Dabei bietet das Mitarbeitergespräch auch enorme Chancen.

Dem Mitarbeiter ermöglicht es, dem Vorgesetzten ein Feedback über sein Führungsverhalten zu geben, die eigenen Ziele und Wünsche zu formulieren und konstruktiv Vorschläge zu unterbreiten, was im Team noch verbessert werden kann. Für den Arbeitgeber wiederum stellt das Mitarbeitergespräch eine gute Gelegenheit dar, die Arbeitsleistung des Mitarbeiters mit Lob und Kritik zu beurteilen, die Unternehmensziele zu verdeutlichen und ihn für die weitere Arbeit zu motivieren.

Ausschlaggebend für den Erfolg eines Mitarbeitergesprächs sind dabei verschiedene Faktoren. Zunächst ist eine gute Vorbereitung das A und O. Arbeitnehmer sollten frühzeitig beginnen, die eigenen Tätigkeiten zu protokollieren und aufbereiten, welcher Mehrwert dem Unternehmen durch die erbrachten Leistungen entsteht. Zudem ist es wichtig, sich Gedanken über die eigenen Entwicklungsziele zu machen und konkrete Verbesserungsvorschläge zu formulieren.  

Vorgesetzte sollten vorab zusammentragen, ob der Mitarbeiter die vereinbarten Ziele aus dem Vorjahr erreicht hat, wo noch Entwicklungspotenzial besteht und wie sich der Mitarbeiter in das Teamgefüge integriert.

Ein weiterer entscheidender Aspekt für den Erfolg eines Mitarbeitergespräches ist die Art der Kommunikation. Das Gespräch sollte dialogorientiert sein und allen Teilnehmern genug Raum für die Äußerung der eigenen Meinung bieten. Insbesondere Mitarbeiter empfinden es als negativ, wenn die Kommunikation zu einseitig zugunsten des Vorgesetzten erfolgt.

Zu guter Letzt ist ein Mitarbeitergespräch nur dann erfolgversprechend, wenn sich alle Parteien ausreichend Zeit dafür nehmen. Zwischen Tür und Angel lassen sich kaum wichtige Themen besprechen und Vereinbarungen treffen. Ein hastig durchgeführtes Gespräch setzt zudem eher ein negatives Signal in Bezug auf den Stellenwert, welcher dem Mitarbeitergespräch beigemessen wird.

Fazit: Mit einer durchdachten Vorbereitung, einer vertrauensbasierten und dialogorientierten Kommunikation sowie einem großzügigen Zeitrahmen, verliert das Mitarbeitergespräch seinen Schrecken. Wer diese Faktoren berücksichtigt, erhält die Chance, eine solide Grundlage für einen konstruktiven Austausch aufzubauen.

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