Die eigene Hochzeit ist geplant, aber als Mitarbeiter in der Probezeit kann kein Urlaub genommen werden? Ein Irrtum, denn per Gesetz steht auch Beschäftigten in der Probezeit Urlaub zu.

Wer einen neuen Job beginnt, traut sich nur selten gleich am Anfang Urlaub zu beantragen. Schließlich möchte man sich dem Vorgesetzten und Kollegen als engagierter und kompetenter Mitarbeiter präsentieren. Manchmal lässt es sich jedoch nicht umgehen, beispielsweise wenn die Hochzeit des Bruders ansteht oder ein Kurzurlaub bereits gebucht ist. Der Glaube, dass ein Beschäftigter in der Probezeit keinen Anspruch auf Urlaub hat, hält sich hartnäckig. 

Ablehnung des Urlaubsantrags nur in Ausnahmefällen zulässig

Richtig ist, dass Mitarbeiter erst nach Ende der Probezeit Anspruch auf den gesamten Jahresurlaub haben. Was den Beschäftigten in der Probezeit jedoch zusteht, ist ein entsprechender Teilurlaubsanspruch. In Zahlen bedeutet das: pro Monat haben neue Mitarbeiter Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs, was ausgehend vom gesetzlichen Mindesturlaub von 20 Tagen (bei einer Fünf-Tage-Woche) einen Urlaubsanspruch von 1,67 Tagen pro Monat ausmacht.

Gewährt ein Arbeitgeber dem Job-Neuling diesen anteiligen Urlaubsanspruch nicht, handelt er unter Umständen rechtswidrig. Eine Verweigerung ist nur dann rechtens, wenn ein betriebsbezogener und dringender Grund vorliegt. Dies liegt beispielsweise vor, wenn sich das Arbeitsaufkommen zu bestimmten Stoßzeiten erhöht oder der Betrieb aufgrund eines hohen Krankheitsstandes auf die Leistungen des Mitarbeiters nicht verzichten kann.

Urlaub

Damit nicht immer dieselben Kollegen von Brückentagen profitieren: Mit klaren Regeln lässt sich Ärger bei der Urlaubsplanung vermeiden.

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