Die Lösung für die Digitalisierung: Weiterbildung statt Neueinstellung

Infografik Digitalisierungskompetenzen

Die Digitalisierung erfordert von uns, unsere Kenntnisse durch neue, digitale Expertise zu ergänzen. Gleichzeitig verändert sie die Art und Weise, wie wir lernen. Digitale Lernmethoden können also die Antwort auf digitalen Wissensbedarf sein.

Arbeitgeber setzen auf Umbruch anstatt auf Weiterentwicklung

Nur 11% der Arbeitgeber setzen auf Weiterbildung, um mit den sich veränderten Anforderungen Schritt zu halten. Das ergibt die Befragung von 800 Personalentscheidern weltweit für die Studie „2018 Talent Trends“ von Randstad Sourceright. Dagegen vertrauen 59% auf Neueinstellungen, um die richtigen Kompetenzen in ihr Unternehmen zu holen. Aber ist das weitsichtig – oder lassen Arbeitgeber hier wertvolle Erfahrung links liegen?

Auch die Lernangeboten verändern sich

Nicht nur die Anforderungen, auch die Angebote im Bereich berufliche Qualifikation verändern sich durch die Digitalisierung. Immer mehr Anbieter von Online-Kursen drängen auf den Markt und versprechen digitale Weiterbildung. Unter ihnen sind nicht nur Startups, sondern auch Anbieter von klassischen Weiterbildungen, die bereits über jahre- oder jahrzehntelange Erfahrung im Aufbau von Qualifizierungsprogrammen verfügen.

Aufbau einer Weiterbildungsstrategie wird leichter

Nachdem Kurse und Lerninhalte jahrelang in akribischer und teurer Arbeit entwickelt werden mussten, bieten Online-Kurse echte Alternativen. Das bedeutet, dass Unternehmen aller Größen die Möglichkeit haben, ihre Mitarbeiter weiterzubilden oder umzuschulen. In Zeiten von Fachkräftemangel und Qualifikationslücken, die auch von der Nachfrage nach Digital-Experten getrieben werden, haben viele Unternehmen verstanden, dass sie in ihre Mitarbeiter investieren müssen.

Neueinstellungen und Weiterbildungen abwägen

Für einige neu entstehende Berufsbilder wird es unvermeidlich sein, neue Mitarbeiter anzuwerben. Aber nicht nur durch die Engpässe auf dem Arbeitsmarkt ist eine Umschulung für zahlreiche Stellen die ökonomischere Variante. Gleichzeitig hat sie einen positiven Einfluss auf das Betriebsklima und schafft Kontinuität in der Belegschaft. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter gezielt und strategisch weiterentwickeln, sind unabhängig von den Schwankungen am Arbeitsmarkt.

Vier Punkte, die für lebenslanges Lernen sprechen

Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad Akademie, sieht vier wesentliche Argumente für Arbeitnehmer, sich mit Online-Angeboten weiterzubilden.

  1. Flexibel lernen
    Arbeitnehmer wollen in ihrem eigenen Tempo lernen. Dafür bieten sich Kurse  an, die in kurzen Etappen während der Arbeitszeit erledigt werden können. Mit einem Zertifikat oder anderen Belohnungen haben die Lernenden ein Ziel vor Augen.
  2. Wissen weitergeben
    Mitarbeiter lernen oft nicht nur in offiziellen Kursen dazu, sondern auch im Dialog mit den Kollegen. Ein Programm oder eine Plattform, das Angestellte dazu anregt, ihre Praxiserfahrung mit anderen zu teilen, kann den Wissensstand im gesamten Unternehmen anheben.
  3. Bewährte Angebote nutzen
    Das Angebot an Online-Lehrgängen wächst täglich. Viele deutsche Universitäten stellen Mitschnitte ihrer Vorlesungen auf ihre Websites. Es existieren zahlreiche, speziell für e-learning konzipierte Kurse von Lernplattformen und renommierten Universitäten. Eine Link-Sammlung zu relevanten Kursen oder Firmenzugänge für kostenpflichtige Video-Archive können mit wenig Aufwand große Wirkung erzielen.
  4. Bildung als Teil der Unternehmenskultur
    Je öfter Mitarbeiter sehen, dass Lernen und Fortbildungen zum Arbeitsalltag auf allen Hierarchiestufen gehören, desto eher nehmen Sie es als Teil der Unternehmenskultur wahr. Haben die Angestellten eine positive Grundhaltung zur Weiterbildung verinnerlicht, ist das schon die halbe Miete für eine erfolgreiche Zukunftsplanung.

Den Wettbewerb um Talente durch Weiterbildung gewinnen

Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Unternehmen weltweit fragen sich, wie sie Arbeitnehmer mit den benötigten Digital-Kenntnissen anziehen und halten können. Die Ergebnisse der Studie Talent Trends von Randstad Sourceright zeigen, dass die bereits existierende Belegschaft bei dieser Herausforderung häufig übersehen wird. Die steigenden Möglichkeiten in der Weiterbildung machen die Weiterentwicklung immer attraktiver.