Diversity Day: Beispiel für gelebte Vielfalt

Am 26.05.2020 findet der von der Charta der Vielfalt initiierte achte Diversity Day statt. Auch Randstad beteiligt sich als Unterzeichner, denn: Gelebte Vielfalt ist Teil unserer Unternehmenskultur. 

Diversity Day 2020 | Randstad

Randstad ist als Unterzeichner der Charta der Vielfalt überzeugt davon, dass Diversität und Wertschätzung in der Arbeitswelt einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten. So beteiligt sich Randstad auch am achten Diversity Day und setzt ein Zeichen für gelebte Integration und Vielfältigkeit. Ein Beispiel aus Mannheim zeigt, wie Inklusion im Umfeld der Zeitarbeit funktionieren kann.

Randstad setzt sich im Rahmen eines eigenen Aktionsplans Inklusion dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen ihre Fähigkeiten und Qualifikationen uneingeschränkt in die Unternehmen einbringen können. Das Aufzeigen beruflicher Perspektiven für alle Menschen ist uns ein Anliegen -  auch wenn es sich mitunter als komplexe Aufgabe erweist, die sich nicht mit Lösungen aus der Schublade bewältigen lässt.

Hindernisse für Inklusion aus dem Weg geräumt

Wie Unternehmen mit der Bildung diverser Teams bisher unerschlossene Produktivitätspotenziale heben und neue Fach- und Führungskräfte für sich gewinnen können, zeigt das Beispiel der Randstad Niederlassung in Mannheim: Im Oktober 2019 wurde ein Bewerber mit qualifiziertem kaufmännischem Hintergrund eingestellt. Viele Unternehmen waren am Mitarbeiter interessiert, jedoch konnte keiner einen geeigneten Arbeitsplatz bieten. Denn der Mitarbeiter ist durch eine Behinderung auf seinen Rollstuhl angewiesen und benötigt einen barrierefreien Zugang zu seinem Arbeitsplatz. 

Ein weiteres Kundenunternehmen zeigte sich jedoch so vom Qualifikationsprofil des Kandidaten überzeugt, dass dieser zu Bewerbungsgesprächen in gleich drei Abteilungen des Unternehmens eingeladen wurde. Dort konnte der Mitarbeiter vollends überzeugen, und es wurde beschlossen, den Mitarbeiter zu übernehmen und ihm einen geeigneten Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.

Umbau zu barrierefreiem Arbeitsplatz

In Abstimmung mit einem Sicherheitsbeauftragten, der eine Gefährdungsbeurteilung erstellte, sowie mit dem Sicherheitsmeister der Feuerwehr wurden alle erforderlichen Maßnahmen geprüft. So konnte ein barrierefreier und sicherer Arbeitsplatz gewährleistet werden.

Neben einem individuell angefertigten Bürostuhl, der einen sicheren Transport in Notfällen aus dem Gebäude gewährleistet, wurde an der Außenwand ein Ablasssystem errichtet, das auf den Bürostuhl angepasst wurde. Zudem erhielt der Mitarbeiter einen eigenen Parkplatz vor dem Gebäude und seine Kollegen eine Schulung, um in Notfällen richtig reagieren zu können.

Maßnahmen machen sich bezahlt

Fachkräftemangel und demografischer Wandel sind in aller Munde und zeigen deutlich, dass der Bedarf nach gut ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeitern ständig steigt. Nicht nur aus diesem Grund darf bei der Suche nach geeigneten Bewerbern keine Bewerbergruppe außer Acht gelassen werden. Auch der spätere Eintritt ins Rentenalter und die damit verbundene längere Lebensarbeitszeit erhöhen die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Erwerbslebens zu erkranken und/oder eine Behinderung zu erwerben. Die erfolgreiche Integration von Menschen mit Behinderung wird daher in Zukunft von entscheidender Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen sein.

“Der Aufwand, die Flexibilität und Geduld aller Beteiligten haben sich ausgezahlt”, so Niederlassungsleiter Alexander Weiler. ‘Unser  Mitarbeiter konnte nach den erfolgreichen Umbaumaßnahmen in den Einsatz starten und überzeugt nach wie vor. Wir freuen uns, dass wir so unseren Beitrag zu einer vielfältigen Arbeitswelt leisten konnten und setzen uns auch zukünftig dafür ein, dass dass auch Menschen mit einer Behinderung ihrer Arbeit gleichberechtigt nachgehen können und ihre individuellen Stärken unterstützt werden. ”

Dabei können auch die Vertrauensleute der Randstad Schwerbehindertenvertretung helfen. Sie unterstützen die Kandidaten ganz konkret bei der Eingliederung ins Unternehmen und sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Unternehmen, Integrationsämtern, Integrationsfachdiensten und Schwerbehinderten. Ebenso halten sie engen Kontakt zu Berufsförderungswerken, den Rehabilitationsabteilungen der Bundesagentur für Arbeit und zu Mitbestimmungsorganen bei Kundenunternehmen.