Der Earth Overshoot Day, zu deutsch Welterschöpfungstag, bezeichnet den Tag, an dem die Menschheit alle natürlichen Erdressourcen für das Jahr aufgebraucht hat. Ab diesem Tag verwenden wir natürliche Ressourcen, die im restlichen Jahresverlauf nicht mehr nachwachsen. Die Menschheit nimmt ab diesem Zeitpunkt einen Kredit bei der Erde auf, den sie nicht zurückzahlen kann. Lag dieser Tag im Jahr 1970 noch im Dezember, ist er mittlerweile schon fast in die erste Jahreshälfte gerückt.

Hauptverursacher sind nach einer Studie des Global Footprint Networks Australien, die USA, Südkorea, Russland und auch Deutschland. Somit stehen wir in Deutschland besonders in der Bringschuld. Und hier gibt es eine gute Nachricht: Wenn alle an einem Strang ziehen, kann der Earth Overshoot Day wieder weiter nach hinten verschoben werden. Wie das geht? Zum Beispiel mit vielen kleinen Dingen die viele gemeinsam umsetzen.

Mit diesen fünf Tipps zum ressourcenschonenden Arbeiten im Büro kann jeder helfen, die Uhr zurückzudrehen:

1. Stromsparen in der Mittagspause

Nur kurz Mittag essen gehen und den PC so lange anlassen? Besser nicht! Versetzen Sie Ihren Computer in den Energiesparmodus und weisen Sie auch Ihre Kolleginnen und Kollegen darauf hin. Im besten Fall schalten Sie den PC sogar ganz aus – denn 45 Minuten Stromsparen sind ein guter Anfang. Gleiches gilt für Lichtquellen und andere Verbraucher, die zwischenzeitlich nicht gebraucht werden.

2. Papier sparen durch Digitalisierung

Ein Problem hat sich innerhalb der letzten Jahre schon deutlich verbessert: Wir lernen, Papier zu sparen und stattdessen digitale Anwendungen zu nutzen. Weniger Briefe, mehr E-Mails. Weniger Aktenordner, mehr Cloud-Ordner. Hier heißt es: am Ball bleiben. Das papierlose Büro ist die Zukunft. Probieren Sie Neues aus, um Papier zu sparen. Überlegen Sie bei jedem Ausdruck, ob er wirklich nötig ist.

Und falls das Drucken einmal gar nicht zu vermeiden ist: Schwarz-Weiß tut es oft auch und Fehldrucke taugen durchaus auch als Schmierpapier oder Notizseiten.

3. Frischluft statt Klimaanlage

Jeden Morgen 15 Minuten mit dem Auto zur Arbeit, die Klimaanlage auf der höchsten Stufe und dabei Musik hören. Das nimmt Ihnen unser Planet sicher übel, denn mehr CO2-Ausstoß geht kaum. Haben Sie schon einmal überlegt, ob 30 Minuten Fahrradfahren mit Frischluft und Kopfhörern im Ohr nicht vielleicht viel gesünder für Sie sind? Und wenn der Arbeitsplatz zu weit entfernt ist, lohnt es sich, über eine Fahrgemeinschaft mit Kolleginnen und Kollegen nachzudenken.

Tipps zum ressourcenschonenden Arbeiten
Tipps zum ressourcenschonenden Arbeiten

4. Nachhaltige Entsorgung

Das Büromobiliar oder technisches Equipment wird modernisiert bzw. der Aktenschrank nicht mehr benötigt? Das Entsorgen von eigentlich noch funktionstüchtigen Büromaterialien führt zu einem vermeidbaren CO2-Ausstoß. Kontaktieren Sie lokale Jugendeinrichtungen, gemeinnützige Organisationen oder Schulen. Sie werden dankbare Abnehmer sein und die Dinge weiter nutzen. 

5. Umweltfreundlich reisen

Flugzeuge sind der Klimakiller Nummer 1. Wenn Sie von Frankfurt nach Berlin reisen müssen, ist die Bahn die deutlich umweltfreundlichere Alternative im Vergleich zum Flieger. Auch im Vergleich zur Fahrt mit dem Auto schneidet die Zugreise besser ab. Sollte Ihr Termin am Zielort schon früh beginnen, eignet sich die Vorabendanreise mit dem Zug. Ohne die frühe Anreise sind sie zum eigentlichen Termin auch erholter.

 

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