Das Prinzip der Nachhaltigkeit steht im Widerspruch zur klassischen Wirtschaftslogik. Erwirtschaften Unternehmen eine hohe finanzielle Rendite, gelten sie als erfolgreich. Nachhaltigkeit hingegen bilanziert den gesellschaftlichen Gewinn, wie zum Beispiel soziale Gerechtigkeit oder Umweltschutz. Social Businesses wie die Hilfswerft gGmbH verbinden das Unternehmertum mit nachhaltigem Impact. Und machen so den Gesellschaftswandel vor.

Engagement zahlt sich aus

Doch der normative Ruf nach mehr Engagement eilt der unternehmerischen Praxis noch voraus. Denn hier wird über Umsetzbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Verantwortlichkeiten diskutiert. Dabei lohnt sich gesellschaftliches Engagement auch auf der finanziellen Seite. So hat der CSR Monitor in den letzten Jahren gezeigt, dass Konsumenten bereit sind, zwischen 5 und 15 Prozent mehr Geld für Produkte auszugeben, wenn sie einen guten Zweck damit unterstützen. Sie genießen auch ein besseres öffentliches Image. Unternehmen mit starken Nachhaltigkeitsprogrammen haben laut Society for Human Resource Management zudem um 55 Prozent motiviertere und 38 Prozent loyalere Mitarbeiter.

Wohin geht die Reise?

Auch wenn Genossenschaften oder Wohlfahrtsakteure schon teilweise seit einem Jahrhundert auf dem Markt sind: Die neuartigen Social Businesses, die innovativ und wendig Angebotslücken füllen, welche der Staat oder Unternehmen bisher nicht genügend beachtet haben, sind ein recht neues Phänomen. Auf politischer Bühne gibt es erst seit 2018 mit dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) eine gemeinsame Interessensvertretung. Das weiter zunehmende Nachhaltigkeitsbewusstsein macht Hoffnung auf mehr Nachfrage.

Der Artikel von Fabian Oestreicher und Carolin Paar ist in voller Länge im Whitepaper “Nachhaltige Arbeit” erschienen. Den Beitrag finden Sie unter „Unternehmen, Arbeitsmarkt & Soziales“. Hier geht’s zum kostenfreien PDF-Download:

Über die Autoren
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Fabian Oestreicher

Hilfswerft

Fabian Oestreicher arbeitet bei der Hilfswerft und ist dort im Projektmanagement und -konzeptionalisierung beschäftigt. Er ist zudem Teil der #nachhaltige100, die das Thema Nachhaltiges Wirtschaften in den sozialen Netzwerken vorantreiben. Carolin Paar ist freie Mitarbeiterin der Hilfswerft und Texterin.