Welchen Einfluss hat Nachhaltigkeit auf die Positionierung von Unternehmen als Arbeitgeber? Andreas Bolder diskutiert den aktuellen Stand und das Potenzial von ökologischen und sozialen Themen für das Employer Branding.

Der Knackpunkt der wirtschaftlichen Debatte um Nachhaltigkeit ist das, was Wirtschaft eigentlich kennzeichnet: Wachstum und Gewinn. Produktivität und Rentabilität sind entscheidend für den Unternehmenserfolg. Lassen sie sich überhaupt mit nachhaltigen Entwicklungszielen vereinbaren? An dieser Frage hängt sich die Diskussion häufig auf. Dabei zählt doch etwas ganz anderes. Die Prinzipien, die ein Unternehmen nach außen vertritt, müssen in Einklang stehen mit den Maßnahmen, die es zu ihrer Realisierung ergreift.

Anforderungen an Arbeitgeber haben sich verändert

Die Anforderungen an Arbeitgeber haben sich im Laufe der vergangen Jahre, im wahrsten Sinne des Wortes, nachhaltig verschoben. Vor allem junge Arbeitnehmergenerationen tragen neue Ideen und Erwartungen an ihre zukünftigen Arbeitgeber heran. Die soziale Verantwortung ihres Arbeitgebers ist für knapp ein Viertel der 18- bis 24-Jährigen ein wichtiges Kriterium bei der Arbeitgeberwahl (24%). Das zeigt die Arbeitnehmerbefragung des Randstad Employer Brand Research aus dem Jahr 2019. 

Wie sieht es mittlerweile bei Arbeitnehmern aus, die mitten im Berufsleben stehen? Die Randstad-CIVEY-Befragung zum Thema Nachhaltigkeit von März 2020 zeigt, dass mit zunehmendem Alter der Befragten der Einfluss von Nachhaltigkeit als Arbeitgeberkriterium bei der Jobsuche gestiegen ist. 

Deutsche Unternehmen haben auf diese Schwerpunktverlagerung inzwischen deutlich reagiert. Nach dem Umweltschutz steht das Firmenimage an zweiter Stelle der Beweggründe, warum Arbeitgeber sich für mehr Nachhaltigkeit engagieren. Natürlich ist Nachhaltigkeit vor allem eine Frage des Images. Kein Unternehmen kann im Alleingang den Klimawandel stoppen. Das sollte es aber nicht daran hindern, nachhaltige Entwicklungsziele zu verfolgen. Vor allem gilt es, auf dem Weg dorthin das Engagement für Nachhaltigkeit zur gemeinsamen Sache von Führung und Belegschaft zu machen. 

Der Artikel von Andreas Bolder ist in voller Länge im Whitepaper “Nachhaltige Arbeit” erschienen. Den Beitrag finden Sie unter „Arbeitskultur & Personalpolitik“. Hier geht’s zum kostenfreien PDF-Download:

Zur Person
Andreas Bolder Portrait

Andreas Bolder

director human resources randstad deutschland

Andreas Bolder ist seit 2002 Director Human Resources bei Randstad Deutschland und seit 2013 als HR-Chef für die gesamte Randstad Gruppe verantwortlich. Recruiting im Zeitalter der Digitalisierung, Employer Branding sowie flexible Arbeitsmodelle gehören zu seinen Fokusthemen.