Karoline Bünker diskutiert die Anforderungen, die die Globalisierung und Digitalisierung auf Führungskräfte mit sich bringen. Ihr Beitrag bietet Praxistipps für erfolgreiches Führen im nachhaltigen Sinn.

Wenn gestern noch nicht bekannt war, welche die Herausforderungen von heute sind, und dasselbe für morgen gilt, dann ist langfristige Planung auf Basis bekannter und bewährter Deutungsmuster nicht nachhaltig – denn im Handumdrehen sind sie obsolet. Aber welche Anforderungen stellt das an Führungspersönlichkeiten von morgen – Verzeihung, von heute?

Das Ende von „drinnen“ und „draußen“

In einer hochgradig vernetzten Welt kommen die meisten Herausforderungen nicht mehr aus der eigenen beruflichen Homezone, in der man die Spielregeln kennt, sondern „von da draußen“. Eine der wichtigsten Leadership-Aufgaben ist nun, inner- und außerhalb der eigenen Sphäre handlungs- und kooperationsfähig zu sein. Das Verständnis für die Mechanismen und Spielregeln anderer gesellschaftlicher Felder sowie Arbeitsbedingungen, Ressourcenverteilung und Deutungsschemata anderer Branchen, Sektoren, Generationen und Kulturen ist dabei essenziell. Die Fähigkeit, aus eigenen Denkmustern auszubrechen, eigene Ansichten ständig zu hinterfragen und vor allem mit Unbekanntem und Fremdem umzugehen, wird so zur zentralen Anforderung an Führungspersönlichkeiten.

Leading from within

Eigenschaften und Kommunikationsfähigkeiten gewinnen gegenüber fachlicher Expertise stärker an Bedeutung. Das betrifft auch die Persönlichkeit der Führungskraft – „Leading from within“ ist das Schlagwort. Dieses setzt ein hohes Maß an Selbstreflexion voraus, denn das Bewusstsein der eigenen zentralen Werte, Stärken und Schwächen gibt die Stabilität, um unsichere Felder zu betreten. Das Gefühl, bestimmte Orte, Themen, Situationen oder Menschen unangenehm oder uninteressant zu finden, ist ein guter Marker für die Grenze der eigenen Komfortzone, denn die Lernzone beginnt meist jenseits dieser Schranken.

Der Artikel von Karoline Bünker ist in voller Länge im Whitepaper “Nachhaltige Arbeit” erschienen. Den Beitrag finden Sie unter „Unternehmen, Arbeitsmarkt & Soziales“. Hier geht’s zum kostenfreien PDF-Download:

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Karoline Bünker

Head of Communications der gemeinnützigen Common Purpose GmbH

Karoline Bünker ist Head of Communications der gemeinnützigen Common Purpose GmbH. Seit 1989 engagiert Common Purpose sich weltweit als gemeinnütziges, unabhängiges, soziales Unternehmen durch Leadership-Programme für mehr Gemeinsinn. Seine Expertise im Bereich Leadership-Entwicklung nutzen 50% der DAX30 Unternehmen sowie über 1.000 Vereine, Behörden, Kultureinrichtungen, Stiftungen und mittelständische Betriebe.