Was ist ein Lohn- und Gehaltsbuchhalter?

Ein Lohn- und Gehaltsbuchhalter findet in vielen Unternehmen so gut wie aller Wirtschaftszweige Anstellung. Überall dort, wo Mitarbeiter beschäftigt werden, ist auch die Erstellung von Gehalts- und Lohnabrechnungen erforderlich, sodass regelmäßig Stellenangebote in allen größeren und auch kleineren Städten zu finden sind. Der Lohn- und Gehaltsbuchhalter führt monatliche Lohn- und Jahresabschlüsse durch, übernimmt die verpflichtenden Meldungen an soziale Ämter sowie an das Finanzamt und berät die Mitarbeiter in sämtlichen Fragen rund um ihre Gehaltsabrechnung. Hierzu kennt er sich im Tarif- und Personalrecht bestens aus und hat zudem tiefergehende Kenntnisse im Lohn- und Sozialversicherungsrecht. 

Um alle Kalkulationen rechtlich einwandfrei, korrekt und schnell durchführen zu können, arbeitet ein Lohn- und Gehaltsbuchhalter mit spezieller Software für Personalsachbearbeitung. Er besitzt DATEV-Kenntnisse und kann gängige MS-Officeanwendungen sicher anwenden. Besonders qualifizierte Lohn- und Gehaltsbuchhalter kennen sich ebenfalls mit SAP R/3 aus und bilden sich darüber hinaus ständig fort, um sich bei Veränderungen im Tarif- oder Sozialleistungsrecht auf dem Laufenden zu halten. Lohn- und Gehaltsbuchhalter führen darüber hinaus die Personalkonten und pflegen Stammdaten regelmäßig, um den digitalen Personalbestand aktuell zu halten. Sie stellen sicher, dass jeder Mitarbeiter pünktlich und mit korrekter Abrechnung bezahlt wird. Jobs als Lohn- und Gehaltsbuchhalter bieten darüber hinaus attraktive Weiterentwicklungsmöglichkeiten, beispielsweise durch die Fortbildung zum Bilanzbuchhalter, was das Berufsbild insgesamt zu einer attraktiven Beschäftigungsoption macht.

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Arbeiten als Lohn- und Gehaltsbuchhalter

Aufgaben und Tätigkeiten von Lohn- und Gehaltsbuchhalter

Lohn- und Gehaltsbuchhalter erstellen und verbuchen Lohn- und Gehaltsabrechnungen und stehen den Mitarbeitern bei steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Sie nehmen somit eine überaus wichtige Rolle sowohl für die Geschäftsführung, aber auch die Mitarbeiter selbst ein. 

Zu den Tätigkeiten eines Lohn- und Gehaltsbuchhalters gehört jedoch nicht nur die Ausführung der monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnung mithilfe von Personalabrechnungssystemen. Er kümmert sich um die gesamte Pflege der Zeitwirtschaft und behält einen Überblick über die geleisteten Stunden bzw. Überstunden der Mitarbeiter. Darüber hinaus pflegt der Lohnbuchhalter die Stammdaten der Beschäftigten und nimmt wichtige Änderungen umgehend vor, beispielsweise bei Namensänderungen oder einem Wechsel der Steuerklassen. Auch berät er Mitarbeiter in finanziellen Auswirkungen arbeitsrechtlicher Fragen, beispielsweise der Inanspruchnahme von Elternzeit oder Entgeltabrechnungen während der Mutterschutzfrist. 

Ein Lohn- und Gehaltsbuchhalter ist geschult im Umgang mit verschiedenen Anwendungen und spezieller Software für die Personalführung sowie Gehaltsabrechnungen. Ein gut ausgebildeter Payroll Specialist kann darüber hinaus Anwendungen wie DATEV oder SAP R/3 bedienen. Manche Unternehmen verfügen darüber hinaus über eigene Anwendungen für die Personalführung und Gehaltsabrechnung. In diese wird ein Lohn- und Gehaltsbuchhalter bei der Aufnahme seiner Tätigkeit gründlich eingearbeitet, da solche Anwendungen speziell auf das Unternehmen zugeschnitten wurden und eine vorherige Schulung nicht möglich ist. 

Ein Lohn- und Gehaltsbuchhalter erstellt und prüft Abrechnungen der Angestellten und nimmt gegebenenfalls Korrekturen vor. Er ist für Nachzahlungen oder die Einforderung von Rückzahlungen verantwortlich, falls es nach dem Abrechnungsstichtag zu Änderungen der Steuerabzugsmerkmale oder weiterer persönlicher Daten gekommen ist. Hierbei behält der Lohnbuchhalter sowohl die Interessen der Firma als auch die Bedürfnisse des Einzelnen im Blick, sodass beispielsweise bei hohen Rückzahlungen eine Staffelung der Beträge vereinbart werden kann. Dies gelingt dem Lohnbuchhalter durch seine guten Kommunikationsfähigkeiten und sein hohes Maß an Empathie, mit welchem er die Bedürfnisse der Mitarbeiter erkennt, Fragen sachgerecht beantwortet und bei Problemen praktikable sowie rechtssichere Lösungen findet. 

Letztlich kümmern sich Lohn- und Gehaltsbuchhalter um die Vorbereitung und Betreuung der Lohnsteuer- sowie Sozialversicherungsprüfungen, übernehmen das Management des Melde- und Bescheinigungswesen und fungieren als Ansprechpartner des Unternehmens gegenüber sozialen Ämtern sowie dem Finanzamt.

Lohn- und Gehaltsbuchhalter Jobs
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Arten von Lohn- und Gehaltsbuchhaltern

Beim Lohn- und Gehaltsbuchhalter, welcher manchmal auch als Payroll Specialist oder Payroll Accountant bezeichnet wird, handelt es sich bereits um eine Spezialisierung des Berufs des Buchhalters. Weitere verwandte Jobs im Finanz- und Rechnungswesen sind beispielsweise der Kreditorenbuchhalter sowie der Debitorenbuchhalter, welche sich vorwiegend um Zahlungsein- und -ausgänge kümmern. Wer sich als Finanzbuchhalter spezialisiert, kümmert sich vorwiegend um die externe Rechnungslegung und erstellt Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse. Auch der Controller kann dem Finanzbereich zugeordnet werden, wobei dessen Aufgaben analytischer ausgeprägt sind und sich auf die Durchführung von Analysen aller Art konzentriert, die in unterschiedlichen Abteilungen benötigt werden. Der Bilanzbuchhalter hingegen leitet oftmals eine gesamte Finanzabteilung, behält den Überblick über alle Bereiche und erstellt zusammenfassende Berichte und Bilanzen, die Aufschluss über die gesamte finanzielle Situation des Unternehmens geben, wohingegen seine Kollegen aus anderen Abteilungen verstärkt für einzelne Bereiche verantwortlich sind.

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Gehalt eines Lohn- und Gehaltsbuchhalters

Im Durchschnitt verdienen Lohn- und Gehaltsbuchhalter 3.661 € brutto pro Monat, wenn sie in einer 40-Stunden-Woche arbeiten. Das genaue Gehalt kann jedoch von unterschiedlichen Faktoren abhängen: 

  • Branche und Industriezweig
  • Größe des Unternehmens
  • Qualifikation und besondere Fähigkeiten des Arbeitnehmers
  • Grad übernommener Sach- oder Personalverantwortung
  • Tarifvertrag
  • Berufserfahrung
  • Persönliches Verhandlungsgeschick

Auch der Standort beziehungsweise das Bundesland spielen eine Rolle. So können Lohn- und Gehaltsbuchhalter mit durchschnittlichen 3.977 € bzw. 3.885 € brutto im Monat in Hessen und Hamburg am meisten verdienen. In Mecklenburg-Vorpommern liegt das mittlere Monatsbruttogehalt dagegen bei 2.794 € (Quelle: Gehalt.de, Stand: Oktober 2021)

Weitere nützliche Links zum Thema Lohn und Gehalt:

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Qualifikationen und Fähigkeiten

Diese Ausbildung benötigen Lohn- und Gehaltsbuchhalter

Wer als Lohn- und Gehaltsabrechner arbeiten will, der benötigt zunächst eine kaufmännische oder buchhalterische Ausbildung. Darüber hinaus werden spezielle Lehrgänge angeboten, in denen sich Interessenten zu einem Lohn- und Gehaltsbuchhalter weiterbilden lassen können. Diese Lehrgänge werden kostenpflichtig von privaten Instituten angeboten und können sich in Kosten, Dauer und Gestaltung der Durchführung (zum Beispiel online oder in Präsenz) stark unterscheiden. Aufgrund der Vielzahl der Anbieter kann ein angehender Lohn- und Gehaltsbuchhalter hier jedoch meist den persönlichen Neigungen entsprechend wählen und die Fortbildung absolvieren, welche ihm am ehesten zusagt.

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Vorteile für Lohn- und Gehaltsbuchhalter bei Randstad

Als Mitarbeiter von Randstad dürfen Sie sich über vielfältige Vorteile freuen. Uns liegt nicht nur am Herzen, dass Sie den perfekten Job als Fachlagerist finden. Wir sorgen auch dafür, dass Sie beste Arbeitsbedingungen erwarten können.

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Fragen und Antworten

Hier finden Sie die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zum Beruf des Lohn- und Gehaltsbuchhalter.

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