Do´s & Don'ts beim Social Media Auftritt

Egal, in welchen sozialen Netzwerken Sie präsent und aktiv sind, Ihr Auftritt ist öffentlich! Alles, was Sie bei Facebook, LinkedIn, Instagram & Co. posten, kann Ihr potenzieller Arbeitgeber sehen und nimmt Einfluss auf seine Entscheidung. Das heißt auch, dass Sie Ihre Aktivitäten hervorragend nutzen können, um Ihre Außenwirkung positiv zu beeinflussen. So erhöhen Sie außerdem die Möglichkeit, dass Personen durch Empfehlungen auf Ihr Profil stoßen und Kontakt zu Ihnen aufnehmen. Am besten gelingt Ihnen dies, wenn Sie folgende Punkte beachten:

  • Gehen Sie Ihren Online-Aktivitäten regelmäßig nach.
  • Halten Sie Ihr Profil aktuell.
  • Beteiligen Sie sich auch in Gruppen am Austausch. Wählen Sie das richtige Maß und veröffentlichen Sie fundierte, professionelle Beiträge.
  • Beobachten Sie, welche Reaktionen Ihre Posts oder Äußerungen hervorrufen und greifen Sie in brisanten Situationen zeitnah ein, um eine Klärung herbeizuführen. Hier gilt: Bleiben Sie stets sachlich und lassen Sie sich nicht zu einem unüberlegten Meinungsaustausch verleiten.
  • Streuen Sie private Informationen nur dosiert und überlegt im Netz.
  • Beachten und nutzen Sie Privacy-Einstellungen.
  • Verfolgen Sie, ob von Ihnen oder über Sie Geschriebenes negativ bewertet oder dargestellt wurde. Sofern Sie auf negative Äußerungen stoßen, nehmen Sie sachlich Stellung und bitten Sie darum, diskreditierende Kommentare zu entfernen.

Business-Netzwerke für Jobsuche und Austausch nutzen

Wenn Sie auf der Suche nach einer neuen Stelle sind oder Ihr berufliches Netzwerk ausbauen wollen, sollten Sie sich ein Profil bei einem Business-Netzwerk wie LinkedIn oder XING anlegen. Dadurch erhöhen Sie Ihre Chance, passgenaue Jobangebote von Arbeitgebern oder Personalvermittlern zu erhalten.

LinkedIn und XING ähneln sich von der Ausrichtung her, weisen aber auch Unterschiede auf. In beiden Netzwerken suchen Headhunter und Recruiter nach potentiellen Mitarbeitern. XING ist auf die DACH-Region, also den deutschsprachigen Raum ausgerichtet. LinkedIn ist ein globales Netzwerk, in dem sich somit auch internationale Kontakte schließen lassen. Beide Netzwerke bieten sowohl kostenfreie Profile mit eingeschränktem Funktionsumfang als auch kostenpflichtige Versionen an. Bei den Mitgliederzahlen im DACH-Bereich sind beide Netzwerke in etwa gleich auf, wobei zu erwähnen ist, dass LinkedIn das höhere Wachstum aufweist. Welches Netzwerk besser zu einem passt, ist eine persönliche Entscheidung.​​​​​

Ein gutes Social Media Profil erstellen

Bringen Sie Ihre Kompetenzen zum Vorschein. Stellen Sie sich so dar, dass ein potenzieller Arbeitgeber direkt Ihren Mehrwert erkennt. In beruflichen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn sollten Sie private Details für sich behalten. Legen Sie sensible Informationen nicht offen, denn sie können leicht missverstanden oder als kritisch empfunden werden. 

Ihr Profil ist Ihre Visitenkarte im Internet. Beherzigen Sie deshalb folgende Tipps:

  • Nutzen Sie ein gutes Profilfoto. Dieses ist entscheidend für den ersten Eindruck, den Profilbesucher von Ihnen bekommen. 
  • Hinterlegen Sie Ihren Lebenslauf. Beschränken Sie sich auf relevante Stationen Ihres Werdegangs.
  • Geben Sie an, was Sie bieten und was Sie suchen.
  • Geben Sie Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten möglichst genau in Schlagworten an.
  • Zeigen Sie Ihre wichtigsten beruflichen Erfolge auf und was Sie in Ihrem Fachgebiet von anderen unterscheidet.
  • Stellen Sie sich authentisch vor.
  • Altlasten: Prüfen Sie, ob auf Ihrem Profil z. B. unpassende Fotos oder unqualifizierte Anmerkungen zu finden sind und entfernen Sie diese.

Ein relevantes Netzwerk aufbauen

  • Zeigen Sie Ihre Kompetenz durch qualitativ hochwertige Inhalte. Im besten Fall werden diese Inhalte von anderen Nutzern geteilt und Ihr Netzwerk damit ausgebaut.
  • Sollten Sie Kontakte auf Events oder Messen geknüpft haben, vernetzen Sie sich mit diesen Personen auch virtuell über Ihre sozialen Netzwerke. So können Sie sich ein wachsendes Netzwerk aus Freunden, Bekannten, Kollegen, Geschäftspartnern und weiteren Kontakten aufbauen.
  • Teilen Sie Beiträge anderer Personen aus Ihrem Netzwerk, kommentieren oder liken Sie sie. Andere Personen sind eher dazu geneigt mit Beiträgen zu interagieren, wenn man zuvor selbst mit deren Beiträgen interagiert hat.
  • Verschicken Sie nicht unüberlegt Kontaktanfragen und nehmen Sie nicht jede Kontaktanfrage an. Stellen Sie sich bei Personen, die Sie nicht persönlich kennen, folgende Fragen:
  • Welche Expertise hat der Kontakt? Passt der Kontakt zu meiner eigenen Expertise? Hilft mir das Know-how des Kontakts weiter? Haben wir gemeinsame Kontakte?

Selbstmarketing und Positionierung via Social Media

Social Media bietet die Möglichkeit, schnell und einfach Inhalte zu erstellen und zu verbreiten – und sich damit selbst zu vermarkten. 

Damit Sie sich erfolgreich als gefragte Persönlichkeit positionieren – egal ob als Arbeitnehmer oder Experte – sollten Sie zunächst klären, was Sie erreichen wollen:

  • Wie möchten Sie von wem wahrgenommen werden?
    Überlegen Sie, mit welchen Themen Sie an die Öffentlichkeit treten, welches Wissen Sie vermitteln und welche Werte Sie teilen wollen.
  • Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?
  • Wer ist Ihre Zielgruppe? 

Folgendes sollten Sie beim Selbstmarketing via Social Media immer im Blick haben:

  • Sorgfalt und Pflege
    Legen Sie Ihr Profil mit Sorgfalt an und nehmen Sie sich Zeit für die Aktualisierung und Pflege.
  • Content
    Schreiben Sie nur inhaltlich kompetente Beiträge. Gehen Sie vorsichtig mit sensiblen Themen wie Religion und Politik um. Bedenken Sie, dass ein anderer Mensch möglicherweise andere Vorstellungen über Kultur, Sprache und Humor hat. Seien Sie deshalb besonders vorsichtig mit Sarkasmus und doppeldeutigen Formulierungen.
  • Dialog
    Gehen Sie mit anderen Nutzern in den Austausch und auf ihre Reaktionen ein.
  • Formate
    Variieren Sie Ihre Inhalte und nutzen Sie unterschiedliche Beitragsformen wie Artikel, Videos und Umfragen.
  • Umgang mit negativen Kommentaren
    Sollten Sie mit negativen Beiträgen konfrontiert werden, reagieren Sie auf diese sachlich und angemessen, bleiben Sie stets höflich. Mit eigenen, neuen Beiträgen können Sie außerdem die Aufmerksamkeit von negativen Beiträgen ablenken.
  • Fokussieren
    Konzentrieren Sie sich auf ausgewählte Plattformen und versuchen Sie nicht, sämtliche Plattformen zu bedienen. 
  • Evaluation
    Googlen Sie nach Ihrem Namen und prüfen Sie, ob die gefundenen Treffer korrekt und wünschenswert sind. Hilfreich ist hier, den eigenen Namen mit Google Alert zu überwachen. 
  • Virtuelle und reale Präsenz verknüpfen
    Wenn Sie an Veranstaltungen oder Vorträgen teilnehmen oder diese mitgestalten, kündigen Sie diese in Ihrem Netzwerk an.