Welcher Beruf passt zu mir? Die Antwort darauf fällt vielen Absolventen und Berufseinsteigern gar nicht so leicht. Erst recht nicht, weil sie den beruflichen Werdegang beeinflusst. Deshalb sollte die Entscheidung für den Ausbildungsplatz gut überlegt sein. Dieser Beitrag bietet Bewerbern Orientierung beim Start ins Berufsleben:

  • Ausbildungsstart vorbereiten
  • Für den richtigen Ausbildungsplatz entscheiden
  • Über Ausbildungsgehalt informieren
  • Erfolgreich im Unternehmen ankommen
  • Belastung und Stress vorbeugen
  • Im Ausbildungsunternehmen bleiben oder wechseln
  • Ausbildung in Kurzarbeit

Diese Fragen sollten sich angehende Azubis stellen

Schon im Abschlussjahr gilt es, sich Gedanken über den beruflichen Einstieg zu machen. Die Auswahl ist groß, schließlich gibt es in Deutschland mehr als 300 Ausbildungsberufe. Doch wie den richtigen finden? Anhaltspunkte geben die eigenen Talente, Interessen und schulischen Leistungen. Diese Fragen sind wichtig:

  • In welchen Schulfächern bin ich besonders gut?
  • Welche Fächer machen mir Spaß?
  • Welche Themen interessieren mich besonders? (z. B. Naturwissenschaften, Kunst, Sprachen)

Wer sich für technische Themen interessiert, sollte einen Blick in das Ausbildungsangebot im Bereich Anlagentechnik und Maschinenbau werfen. Naturwissenschaftlich begabte Schüler finden als Mechatroniker oder Elektroinstallateur gute Einstiegsmöglichkeiten. Wer sich eher im künstlerischen Bereich hervortut, für den ist eine Ausbildung zum Mediengestalter vielleicht das Richtige. Sprach- und Organisationstalente haben im Bereich Marketing viele Möglichkeiten, etwa als Kaufmann für Marketingkommunikation.

Verschaffen Sie sich einen Überblick. Sie finden im Internet Berufsinformationsportale und schauen Sie auch ins Ausbildungsangebot von Randstad.

Die Entscheidung für einen Ausbildungsberuf gut überlegen

Bewerber, die sich bewusst für einen Ausbildungsberuf entscheiden, minimieren das Risiko eines Ausbildungsabbruchs. Somit blockieren sie nicht umsonst einen Ausbildungsplatz, über den sich ein Mitbewerber gefreut hätte. Sie überzeugen außerdem doppelt beim Bewerbungsgespräch: mit hoher Motivation und guten Kenntnissen über das anvisierte Berufsfeld und den zukünftigen Arbeitgeber.

Tipp: Viele Ausbildungsberufe sind sehr begehrt. Sollte es mit dem ersten Wunschberuf nicht klappen, sind gute Alternativen wichtig. Informieren Sie sich rechtzeitig, damit der Berufseinstieg reibungslos klappt.

Den richtigen Ausbildungsplatz finden

Ausbildungsgehalt: Damit können Azubis rechnen

Nach einer erfolgreich durchlaufenen Bewerbungsphase wird der Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Das Ausbildungsgehalt variiert je nach Ausbildungsberuf und Bundesland. Auch der Stand der eigenen Ausbildung spielt eine Rolle. In Berufen in der Industrie oder dem Handel fällt die Vergütung in der Regel höher aus als in handwerklichen Berufen. Detaillierte Auskünfte zur tariflichen Vergütung bietet das Bundesinstitut für Berufsbildung.

So kommen Azubis erfolgreich im Unternehmen an

Damit der Ausbildungsstart zur Erfolgsgeschichte wird, gilt es ein paar Grundregeln zu beachten. Gut vorbereitet und pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen ist das A und O. Wer seine Aufgaben zuverlässig und engagiert erledigt, ist auf dem richtigen Weg. Den Austausch mit den Kollegen und Vorgesetzten suchen, Fragen stellen, und fleißig Notizen machen – dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Wichtig: Fehler sind menschlich, sie sollten immer offen angesprochen und geklärt werden. Nur so entwickeln sich Neulinge im Job wirklich weiter.

Arbeitspensum: Was tun bei Belastung und Stress?

Hochmotiviert in den neuen Beruf starten, ohne sich selbst zu viel zuzumuten? Keine leichte Aufgabe. Der neue Arbeitsalltag im Ausbildungsbetrieb kann am Anfang ganz schön anstrengend sein. Azubis sind gut darin beraten, ihren Stresspegel genau im Auge zu behalten. Wichtig ist, Überbelastungen frühzeitig vorzubeugen. Das heißt: Erholungsphasen zwischen den Arbeitstagen unbedingt einhalten und an ausreichend Bewegung und Sport denken. Hält der Stress etwa durch Unsicherheiten in einem bestimmten Tätigkeitsfeld an, helfen Kollegen sicherlich gerne wenn Sie sie offen ansprechen.

Nach der Ausbildung: Übernahme oder Wechsel?

Die Ausbildung hat Spaß gemacht? Der Beruf scheint perfekt, um dort richtig durchzustarten? Dann ist die Übernahme die richtige Lösung. Kommt der Ausbildungsleiter nicht von selbst auf den Azubi zu, sollte dieser das offene Gespräch suchen. Idealerweise geschieht dies etwa ein halbes Jahr vor Ausbildungsabschluss. Wer nach der Ausbildung neue Herausforderungen sucht, für den kann eine zusätzliche Weiterbildung interessant sein. Bei der Finanzierung von Seminaren und Lehrgängen hilft das Aufstiegs-BAföG. Absolventen mit Abitur oder Fachabitur erhöhen durch ein duales Studium ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Sonderfall: Ausbildung in Kurzarbeit

Droht wegen konjunktureller Entwicklungen die Kurzarbeit, sind Ausbildungsbetriebe dazu angehalten, die Fortführung der Ausbildung zu gewährleisten. Die Umstellung des Lehrplans kann helfen. Auch eine Versetzung innerhalb der Abteilungen oder die Rückkehr in die Lehrwerkstatt ist eine Lösung. Sollte dennoch die Kurzarbeit für die Azubis unumgänglich sein, haben sie Anspruch auf Zahlung der vollen Ausbildungsvergütung für mindestens sechs Wochen.

Hinweis: Die Kurzarbeit ist kein Kündigungsgrund. Die Ausnahme: Der Ausbildungsbetrieb wird für einen längeren Zeitraum stillgelegt und die Ausbildungseignung des Betriebes erlischt.

Ausbildung bei Randstad

Randstad bietet Ihnen eine vielseitige, professionelle Ausbildung in unterschiedlichen Bereichen. Nutzen Sie die Chance in einem internationalen Konzern der Personaldienstleistungsbranche. Jetzt mehr über die Ausbildung bei Randstad erfahren.