Tipps zum Berufseinstieg

Mit dem Berufseinstieg beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Finanzielle Selbstständigkeit und Unabhängigkeit vom Elternhaus gehen mit dem Einstieg ins Berufsleben einher. Ein sicherer Job bildet die Basis für die weitere Lebensplanung. Damit dieser wichtige Schritt ins Arbeitsleben gelingt, haben wir auf dieser Seite nützliche Informationen und Tipps für den Berufseinstieg für Sie zusammengestellt.

Ist der Berufseinstieg schwer?

Ein wichtiger Faktor beim Berufseinstieg ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Wer einen Job erlernt hat, in dem die Anzahl der Mitbewerber hoch ist, muss sich gegen eine große Konkurrenz durchsetzen. Vor allem in der Bewerbungsphase sind einige Hürden zu meistern. Dazu gehören das Verfassen von Anschreiben und eines Lebenslaufes, Bewerbungsgespräche oder Personalauswahlverfahren wie das Assessment Center. Kurse zur Vorbereitung auf Bewerbungen bietet unter anderem die Agentur für Arbeit an. Unterstützung beim Berufseinstieg nach dem Studium offerieren die sogenannten Career Center, die es an zahlreichen Hochschulen gibt.

Nach dem Berufseinstieg kann Erschöpfung auftreten, wenn der Arbeitsalltag nicht gewohnt ist. Dazu kommt, dass ein neuer Arbeitsplatz und neue Kollegen zunächst eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordern. Bis alle Namen und Arbeitsabläufe geläufig sind, ist der Berufseinstieg mit Anstrengungen verbunden. Nehmen Sie sich die notwendige Zeit, um die neuen Abläufe zu verinnerlichen, statt sich direkt hohe Ziele zu stecken. Außerdem sind Auszeiten wichtig, um Erschöpfungszuständen vorzubeugen.

Eine besondere Herausforderung ist der Berufseinstieg mit Behinderung. Die Suche nach einem passenden Arbeitsplatz, der behindertengerecht ausgestattet ist, kann schwierig sein. Anlaufstellen für Berufseinsteiger wie die Agentur für Arbeit, die Integrationsämter der Länder und Hochschulkarrierezentren bieten auch in diesem Fall Unterstützung bei der Jobsuche an.

Wie hoch ist das Gehalt beim Berufseinstieg?

Pauschal lässt sich nicht sagen, wie hoch das Gehalt beim Berufseinstieg ist, da dieses von verschiedenen Faktoren abhängt. Ganz entscheidend ist, in welchem Beruf der Einstieg erfolgt. Darüber hinaus beeinflussen die Region und die Unternehmen selbst die Höhe des Einstiegsgehalts. Einen Überblick über aktuelle Gehälter beim Berufseinstieg erhalten Sie bei den Stellenangeboten von Randstad – die Jobs sind in der Regel tariflich vergütet.

Berufseinstieg nach Studium oder Ausbildung

Je nachdem, ob eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen wurde, unterscheidet sich der Berufseinstieg ein wenig. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung besteht die Chance, vom Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden. Dies hat den Vorteil, dass die Bewerbungsphase entfällt; der Nachteil ist, dass man sich gegenüber Kollegen erst einmal als vollwertiger Mitarbeiter positionieren muss. Wer nicht übernommen wird, muss sich bewerben und sich auf diese Weise einen Job für den Berufseinstieg sichern.

Hochschulabsolventen haben die Möglichkeit, auf Jobmessen, die von vielen Hochschulen ausgerichtet werden, Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen. Aber auch sie kommen meist nicht umhin, viele Bewerbungen zu verfassen. Sie erfahren hier weitere Details zum Berufseinstieg nach der Ausbildung und dem Studium.

Später Einstieg in den Beruf

Für einen späten Einstieg in den Job kann es viele Gründe geben. Wer bereits im jungen Alter Angehörige pflegt oder sich der Kinderbetreuung widmet, muss den Berufseinstieg nach hinten verschieben. Darüber hinaus kann eine Krankheit oder Verletzung ursächlich für den späten Einstieg in den Beruf sein. Ein weiterer Grund ist der Dienst als Soldat auf Zeit. Der Berufseinstieg nach der Bundeswehr bringt im Vergleich Vorteile mit sich, da während der Dienstzeit berufliche Kompetenzen und Erfahrungen erworben wurden, die auf dem freien Arbeitsmarkt gefragt sind. 

Ob die Chancen auf dem Arbeitsmarkt bei einem späten Berufseinstieg gut sind, ist vor allem vom Job abhängig. Wer bereits frühzeitig weiß, dass er später noch in den Beruf einsteigen will, kann sich mit Hilfe von Weiterbildungen auf dem aktuellen Stand halten und damit bei Bewerbungen punkten. Zeitarbeit kann als Sprungbrett beim späten Berufseinstieg dienen. Arbeitnehmer bekommen die Möglichkeit, sich in ihrem Job zu beweisen – und werden oft sogar übernommen. Darüber hinaus eröffnet die Zeitarbeit viele weitere Vorteile und Chancen.

Wie lange dauert der Berufseinstieg?

Eine allgemeingültige Definition, wie lange der Berufseinstieg dauert, gibt es nicht. Je nach Branche gelten frische Mitarbeiter circa ein bis drei Jahre als Berufseinsteiger. Wenn die Arbeitsabläufe vertraut sind und man Fragen von neuen Mitarbeitern beantwortet, statt den Kollegen selbst welche zu stellen, ist der Einstieg ins Berufsleben gewöhnlich geschafft. Wichtig ist vor allem Berufserfahrung, um nicht mehr als Einsteiger zu gelten, denn Theorie und Praxis weichen im Arbeitsalltag nicht selten voneinander ab.

Das muss man als Berufseinsteiger beachten

Nach dem Berufseinstieg ist es wichtig, sich ins Team am neuen Arbeitsplatz einzufinden. Ein respektvolles Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten sollte selbstverständlich sein. Beachten Sie die Hierarchie an der Arbeit. Mit einem gleichgestellten Mitarbeiter wird zumeist ein anderer Umgang gepflegt als mit dem Chef. Hilfreich ist die Bildung von Netzwerken. Nicht nur die interne Vernetzung, auch externe Kontakte können die Karrierechancen begünstigen.

Wer im Unternehmen aufsteigen will, muss seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Dies kann zum Beispiel durch die Übernahme von Projekten oder durch Einbringen eigener Ideen geschehen. Als Berufseinsteiger sollten Sie aber nicht übers Ziel hinausschießen. Tasten Sie sich lieber behutsam voran, statt wild voranzustürmen. Denn erst mit der Zeit lernen Sie das Unternehmen richtig kennen und können einschätzen, wo Ihre Fähigkeiten effektiv eingesetzt werden können.

Auch als Berufseinsteiger bestehen Möglichkeiten, sich der eigenen Weiterbildung zu widmen. Anfangs sollten Sie sich allerdings nicht zu viel aufladen. Ein Wochenendkurs an der Volkshochschule ist auch für Berufseinsteiger geeignet, während Sie sich für ein berufsbegleitendes Studium erst einmal gründlich im Job einleben sollten. Mit dem Erwerb von Qualifikationen steigen die Karrierechancen. Ist der Berufseinstieg gemeistert, stehen Ihnen die Fortbildungskurse und Prüfungen der Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern offen. Mehrjährige Berufserfahrung ist in der Regel eine Zulassungsvoraussetzung für eine anerkannte Weiterbildung. 

Eine optimale Weiterbildungsmöglichkeit für den Berufseinstieg hält Randstad für seine Mitarbeiter parat. Dank e.learning lässt sich das Lernen individuell und zeitlich flexibel planen. Für Berufseinsteiger sind besonders die kostenlosen Online-Kurse empfehlenswert. Hunderte verschiedene Kurse werden angeboten, darunter Microsoft Office, SAP, Fremdsprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch, Elektrotechnik, Mechatronik, BWL-Grundlagen, Buchhaltung, Zeit- und Projektmanagement, Controlling und vieles mehr. Darüber hinaus sind Qualifizierungen bei Randstad möglich, zum Beispiel zum geprüften Produktionsassistenten oder zum Assistenten für Dialogmarketing. Bereits während des Berufseinstiegs lohnt sich das Setzen von Zielen, um die Karriereleiter Schritt für Schritt zu erklimmen.