Berufseinstieg nach Studium oder Ausbildung

Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung stellt ebenso wie ein Hochschulabschluss eine solide Grundlage für den Berufseinstieg dar. Welcher Weg ins Arbeitsleben geeignet ist, hängt immer von den persönlichen Interessen und Zielen ab. 

Wer zum Beispiel als Ingenieur tätig werden möchte, kommt um ein Studium nicht herum. Die IT-Branche hingegen kann auf verschiedenen Wegen erobert werden. Möglich ist zum Beispiel eine Ausbildung zum Informatikassistenten oder zum Game Designer. Doch auch nach einem entsprechenden Studium kann der Berufseinstieg als Game Designer erfolgen. Für einen Job im IT-Management wird gewöhnlich ein abgeschlossenes Studium in diesem Bereich vorausgesetzt. Außerdem gibt es duale Ausbildungsgänge wie den zum Kaufmann im Digitalisierungsmanagement und den zum IT-System-Elektroniker. Der Ausbildungsweg beeinflusst den Berufseinstieg, der sich je nachdem, ob ein Studium oder eine Ausbildung absolviert wurde, ein wenig anders gestaltet.

 

Lehrzeit versus Studium: Unterschiede bei der Jobsuche

Bei einer dualen Ausbildung arbeitet der Auszubildende in einem Betrieb und besucht die Berufsfachschule, so dass zugleich Theorie und Praxis vermittelt werden. Daneben gibt es Ausbildungsgänge, die vorwiegend in der Berufsfachschule stattfinden und betriebliche Praktika einschließen. Ein duales Studium setzt sich aus Studienzeiten und Praxisabschnitten in einem Unternehmen zusammen, die sich abwechseln. Die Jobsuche kann sich bei einer dualen Ausbildung oder einem dualen Studium sehr einfach gestalten, da die Möglichkeit besteht, von der Ausbildungsfirma übernommen zu werden. Dagegen müssen sich reine Hochschulabsolventen immer aktiv um die Jobsuche kümmern. Praktika, Jobmessen und Tätigkeiten als Werkstudent bieten die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. Zudem gibt es an vielen Hochschulen Karrierezentren, die beratend und unterstützend beim Berufseinstieg nach dem Studium zur Seite stehen.

Der Berufseinstieg nach dem Studium

Berufliche Ziele sollten am besten schon zu Beginn eines Studiums formuliert werden, um auf den Berufseinstieg hinzuarbeiten und sich diesen zu erleichtern. Praktika dienen nicht nur zur Vorbereitung auf den Beruf, sie sind außerdem geeignet, Kontakte zu knüpfen. Aus diesem Grund sollten Praktikumsplätze wohlüberlegt ausgewählt werden. Nach dem Studium einen passenden Job zu finden, ist nicht immer einfach. Die Bewerbungsphase erfordert Know-how, das über den Studieninhalt hinausgeht. Workshops und Coachings können hilfreich sein, um zu lernen, wie ansprechende Anschreiben formuliert werden, oder Bewerbungsgespräche zu üben. Unterstützung beim Berufseinstieg finden Studierende in den Karrierecentern der Hochschulen, aber auch bei der Agentur für Arbeit – die allerdings nicht explizit auf Studierende ausgerichtet ist. Wer nach dem Studium noch keine konkreten Karrierepläne hat, kann über Zeitarbeit in verschiedene Jobs reinschnuppern, um den richtigen für sich zu finden. Dabei kann die Zeitarbeit das Sprungbrett für den Berufseinstieg und eine langfristige Beschäftigung sein.

Berufseinsteiger nach der Ausbildung

Wird man als Auszubildender vom Betrieb übernommen, entfällt die Bewerbungsphase für den Berufseinstieg. Von Vorteil ist, dass die Arbeitsabläufe und die Kollegen bereits bekannt sein. Es kann aber vorkommen, dass man von den Kollegen nicht direkt als vollwertiger Mitarbeiter anerkannt wird, sondern noch als „der Auszubildende“ gesehen wird. Wer nach der Ausbildung in einem anderen Betrieb anfangen will, muss Bewerbungen schreiben und Bewerbungsgespräche meistern. Hilfe bei der Jobsuche bieten die Agentur für Arbeit und Zeitarbeitsfirmen wie Randstad an.

Ausbildung nach dem Studium

Häufig erfolgt direkt nach dem Studium der Berufseinstieg. Falls Sie aber während des Studiums festgestellt haben, dass das Fach und die damit verbundene Arbeit nicht zu Ihnen passt, gibt es auch noch andere Möglichkeiten. Eine Ausbildung nach dem Studium eröffnet neue Wege. Zahlreiche Ausbildungsgänge können verkürzt werden, wenn man ein abgeschlossenes Studium vorzuweisen hat. Wichtig ist, die Finanzierung in den Blick zu nehmen, denn längst nicht alle Ausbildungen sind so gut bezahlt, dass man davon leben kann. In diesem Fall bietet sich eine Ausbildung in Teilzeit an. Außerdem sollte geprüft werden, ob ein Anspruch auf staatliche Unterstützungsleistungen besteht.