Tipps zum Jobwechsel

Ein Jobwechsel eröffnet neue Perspektiven. Er muss aber auch gut überlegt und geplant sein, damit der Übergang vom alten zum neuen Job reibungslos abläuft. Sowohl persönliche als auch rechtliche Angelegenheiten sollten eingehend betrachtet werden, bevor die Entscheidung für einen Jobwechsel getroffen wird.

Gute Gründe für einen neuen Job

Ein Jobwechsel kann viele Gründe haben. Unzufriedenheit am aktuellen Arbeitsplatz ist einer davon, aber auch das Gehalt kann eine Rolle spielen. Vor allem ein schlechter Führungsstil, ein niedriges Gehalt, fehlende Wertschätzung, keine Karriereperspektiven und monotone Arbeitsinhalte veranlassen Arbeitnehmer dazu, sich einen neuen Job zu suchen. Manche möchten sich beruflich weiterentwickeln und wechseln deshalb den Job. Es kann aber auch vorkommen, dass man keine andere Wahl hat, weil Umstrukturierungen im Betrieb anstehen, im Rahmen derer es Entlassungen gibt. Außerdem kann ein Arbeitsplatzwechsel nach Abschluss der Ausbildung erforderlich sein, wenn man nicht vom Ausbildungsbetrieb übernommen wird.

Darüber hinaus können auch persönliche Gründe dazu führen, dass der Beruf gewechselt wird. Zieht eine Familie oder ein Paar in eine andere Region um, weil einer der Erwerbstätigen dort einen besseren Job erhalten hat, sieht sich oft auch der Partner nach einer neuen Stelle um. Vielleicht passen auch die Arbeitsbedingungen nicht mehr zur Lebenssituation, zum Beispiel weil ein Arbeitnehmer in Elternzeit war und nun mehr Zeit für den Nachwuchs haben möchte. Ein langer Anfahrtsweg oder nicht mehr passende Arbeitszeitmodelle sind weitere Gründe für einen Jobwechsel.

Vorteile beim Wechsel des Arbeitsplatzes

Wer sich in seinem Job unterfordert fühlt und deshalb die Motivation verliert, profitiert von einem Jobwechsel, da er neuen Herausforderungen gegenübersteht. Ein neues Aufgabengebiet, das besser zu den eigenen Fähigkeiten und Interessen passt, motiviert und steigert die Zufriedenheit.

Die Karrieremöglichkeiten verbessern sich bei einem Wechsel zu einem Unternehmen mit guten Aufstiegschancen. Ein weiterer Vorteil bei dem Wechsel des Arbeitsplatzes kann ein besseres Gehalt sein. Daneben sind verbesserte Arbeitsbedingungen ein Vorzug, der mit einem Jobwechsel einhergehen kann. Vor allem, wenn die Bedingungen am Arbeitsplatz nicht mehr zur aktuellen Lebenssituation passen, ist ein Wechsel angeraten. Dies kann der Familienplanung oder auch gesundheitlichen Gründen geschuldet sein. Durch einen Jobwechsel ist das Sammeln neuer Erfahrungen möglich, das den beruflichen Horizont erweitert und gegebenenfalls sogar neue Optionen im Beruf eröffnet.

Risiken beim Jobwechsel

Ein Berufswechsel bringt nicht nur Vorteile, sondern auch Risiken mit sich. Viele Unternehmen bieten heutzutage neuen Mitarbeitern zunächst befristete Verträge an, eine Weiterbeschäftigung ist in diesem Fall nicht garantiert. Wird der Jobwechsel nicht gründlich durchdacht oder werden die eigenen Fähigkeiten nicht richtig eingeschätzt, besteht die Gefahr, einen unpassenden Job zu wählen. Zudem können die Wechselbedingungen ungünstig sein. Befindet sich der neue Arbeitsplatz in einer anderen Region, ist vielleicht sogar ein Umzug notwendig. Dieser hat Auswirkungen auf das Privatleben, denn Freunde wohnen dann zu weit entfernt, um sich öfter oder einfach einmal spontan treffen zu können. Der Jobwechsler muss sich dann nicht nur an der Arbeit beweisen, sondern auch noch ein neues privates Umfeld aufbauen. Einige besondere Hürden beinhaltet der Wechsel des Arbeitsplatzes für Menschen ab 50.

Wünsche für den Jobwechsel formulieren

Bevor Sie Organisatorisches für den Jobwechsel angehen, sollten Sie Ihre beruflichen Wünsche und Ziele festlegen. Überlegen Sie, was Sie langfristig erreichen möchten. Machen Sie sich Ihre persönlichen Stärken und Talente bewusst, um einen passenden neuen Job zu finden. Überlegen Sie auch, für welche Positionen und Branchen Ihr Fachwissen am besten geeignet ist. Finden Sie Antworten auf die folgenden Fragen, bevor Sie den Jobwechsel angehen:

  • Besteht die Unzufriedenheit im jetzigen Job schon länger oder handelt es sich nur um eine Phase?
  • Sind Sie mit Ihrer Arbeit unzufrieden oder beeinflussen Ihre Lebensumstände Ihre Motivation?
  • Liegt es am Beruf selbst oder an Rahmenbedingungen wie Arbeitszeiten oder Gehalt, dass Sie den Job wechseln möchte?
  • Sind Sie mit dem Führungsverhalten des Chefs oder mit der Zusammenarbeit mit Kollegen unzufrieden?
  • Könnte ein Gespräch mit Ihren Vorgesetzten die momentane Situation ändern? 
  • Bestehen im aktuellen Job noch Aufstiegschancen?
  • Welche Fähigkeiten und Erfahrungen haben Sie im Berufsleben gesammelt?
  • Fühlen Sie sich im aktuellen Job überfordert oder unterfordert?
  • Welche Chancen haben Sie auf dem Arbeitsmarkt?
  • Welche Nachteile kann der Jobwechsel mit sich bringen?
  • Unterstützt Sie Ihr Umfeld bei einem Jobwechsel?
  • Haben Sie ein finanzielles Polster für den Wechsel?


Darüber hinaus lohnt es sich, zunächst Informationen zu verschiedenen Berufsprofilen einzuholen, um sich eine Übersicht über den aktuellen Arbeitsmarkt zu verschaffen.

Was ist bei der Kündigung des alten Jobs zu beachten?

Wer sich für einen Arbeitsplatzwechsel entscheidet, muss den Ausstieg aus dem bisherigen Job planen. Wichtig ist, sich ein Zwischenzeugnis für die Bewerbungsphase ausstellen zu lassen. Jeder Arbeitnehmer hat ein Anrecht darauf. Zudem muss die Kündigungsfrist beachtet werden, die im Arbeitsvertrag bzw. gesetzlich geregelt ist. Der aktuelle Arbeitgeber muss also fristgerecht informiert werden. Zu beachten ist außerdem, dass die Agentur für Arbeit eine Sperre für Arbeitslosengeld verhängt, wenn der Job aus Eigeninitiative gekündigt oder ein Aufhebungsvertrag geschlossen wurde. Wenn kein nahtloser Wechsel in das neue Beschäftigungsverhältnis stattfindet, muss für die Übergangszeit also finanziell vorgesorgt werden.

Schritt für Schritt zum neuen Job

Ein Jobwechsel muss Schritt für Schritt geplant werden. Nach der Entscheidungsfindung ist als erstes ein neues Berufsziel festzulegen. Danach muss ein passender Weg für den Wechsel gefunden werden. Beachten Sie die Rahmenbedingungen, wenn der Wechselweg festgelegt ist. Dazu gehört zum Beispiel die Kündigung des alten Jobs.

Wer einen Jobwechsel als Quereinsteiger oder ohne Berufserfahrung anstrebt, ist mit einem Coaching gut beraten. Aber auch für alle anderen ist ein Kurs zur Neuorientierung empfehlenswert, gerade wenn man schon sehr lange im aktuellen Job tätig ist. Es werden verschiedene Coachings angeboten, zum Beispiel um berufliche Perspektiven zu entwickeln oder sich auf den neuesten Stand hinsichtlich des Bewerbungsverfahrens zu bringen. Eventuell ist für den persönlichen Berufswunsch auch eine Umschulung notwendig. Unterstützung für den Jobwechsel bietet die Agentur für Arbeit an. Liegen triftige Gründe vor, übernimmt diese sogar die Kosten für eine Umschulung, zum Beispiel wenn der alte Job aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann. Darüber hinaus können Sie sich an Randstad wenden, um einen Job zu finden, der Ihren Wünschen entspricht.