Die Gründe für ein Sabbatical (Sabbatjahr) sind vielfältig: Arbeitnehmer suchen eine Auszeit vom Job, investieren Zeit in die Pflege eines Angehörigen, machen eine Weltreise oder nutzen die Gelegenheit zur Weiterbildung. Wer sich für eine längere Auszeit entscheidet, sollte sich frühzeitig mit der Zeit danach auseinandersetzen. Doch vor der Rückkehr in den Alltag gilt es, diese Fragen zu beantworten:

Wer erst vor dem Sabbatical steht, mitten in der Planung ist oder nur mit dem Gedanken spielt, ein Sabbatjahr einzulegen, findet hier wichtige Infos und Tipps rund um die Vorbereitung des Sabbaticals

 

Nach dem Sabbatical: Alter Job oder berufliche Neuorientierung?

Viele Menschen nutzen das Sabbatjahr, um ihr Leben neu zu ordnen und sich beruflich neu aufzustellen. Oft fällt die Entscheidung schwer: Im alten Job bleiben oder doch lieber einen neuen wählen? Führen Sie sich die möglichen Optionen vor Augen:

  • Arbeitgeberwechsel:
    Neues Team, neuer Arbeitsplatz, neue Unternehmenskultur – ein Jobwechsel bringt eine große Umstellung mit sich. Die gleiche Arbeit sieht in einem anderen Unternehmen oft ganz anders aus.
  • Karriere-Neustart:
    Wenn der bisherige Beruf nicht mehr zu Ihnen passt, ist ein Berufswechsel sinnvoll. Die Möglichkeiten zur beruflichen Neuorientierung sind vielfältig und reichen von einer Ausbildung über ein Studium hin zur Umschulung und dem Quereinstieg.
  • Rückkehr in den alten Job:
    Bei der Rückkehr zur gleichen Position beim bisherigen Arbeitgeber bleiben Kollegen, Vorgesetzte und Aufgabengebiet oftmals die gleichen. Doch das Sabbatjahr hilft, den alten Arbeitsplatz mit neuen Augen zu sehen und neue Erfahrungen einzubringen.
Sabbatical: Auszeit vom Job


Rückkehr in den Arbeitsalltag: Auf die richtige Vorbereitung kommt es an

Die Rückkehr in den Berufsalltag will vorbereitet sein. Wichtig ist, sich frühzeitig bewusst zu machen, wie Sie den nächsten Schritt angehen. Nur so wissen Sie, was zu tun ist, wenn Sie…

  • den Arbeitgeber wechseln:
    Durchsuchen Sie den Stellenmarkt frühzeitig nach passenden Ausschreibungen, um genug Zeit zur Anfertigung der Bewerbungsunterlagen zu haben. Achten Sie dabei auf Bewerbungsfristen und Einstellungstermine.
  • einen Karriere-Neustart wagen:
    Der Berufswechsel will geplant sein. Wer Maßnahmen wie Ausbildung, Umschulung oder Studium anstrebt, muss Bewerbungsfristen bedenken. Insbesondere große Unternehmen vergeben Ausbildungsplätze bereits bis zu 12 Monate vor Ausbildungsbeginn.
  • einen Quereinstieg planen:
    Wer als Fachfremder den Einstieg in ein neues Berufsfeld wagen will, sollte früh nach passenden Jobangeboten Ausschau halten. Wo ein Quereinstieg möglich ist, ist dies oft in der Stellenausschreibung genannt. Um Fuß in einer neuen Branche zu fassen und diese besser kennenzulernen, lohnt sich der Einstieg über die Zeitarbeit.
  • zum alten Job beim gewohnten Arbeitgeber zurückkehren:
    Nach dem Sabbatjahr wieder in den alten Job beim gewohnten Arbeitgeber zurückzukehren, gelingt häufig nur nach einer schriftlichen Absprache mit dem Unternehmen vor der Auszeit. Andernfalls bleibt die Möglichkeit, sich beim alten Arbeitgeber nach offenen Stellen zu erkundigen und sich neu zu bewerben.

Tipp: Unterschätzen Sie eine längere Pause von der Arbeit nicht. Hilfreich ist, in den letzten Wochen des Sabbaticals einen arbeitsähnlichen Alltagsrhythmus einzuführen. Befassen Sie sich (wieder) mit wichtigen Themen aus ihrem Berufsumfeld und nehmen Sie gegebenenfalls Kontakt zu alten Kollegen auf, um sich über Neuerungen in ihrem Job auszutauschen.

 

Sabbatjahr im Lebenslauf richtig angeben

Ohne die Angabe des Sabbaticals entsteht eine ungeklärte Lücke im Lebenslauf. Dabei lässt sich ein Sabbatjahr häufig gut begründen – und kann so dabei helfen, Ihr Profil zu stärken.

Beispiele:

  • Sabbatjahr zur Aus- und Weiterbildung
  • Auszeit für Reisen nach X Jahren Berufserfahrung
  • Sabbatical zur beruflichen Neuorientierung
  • Auszeit zur Pflege eines Angehörigen

Tipp: Insbesondere wenn Sie neue Kompetenzen und Fähigkeiten erworben haben, die für Ihre Karriere wichtig sind, sollten Sie diese in den Vordergrund Ihres Sabbaticals stellen. Eine neu erlernte Sprache können Sie etwa wie folgt angeben: „Bildungsreise nach Australien: Verbesserung der Sprachkenntnisse in Englisch“.

So bleibt das Sabbatical nicht nur ein persönlich wichtiges Erlebnis in Ihrem Leben, sondern wird zum kleinen Highlight in Ihrer Vita.