Tipps zum Wiedereinstieg in den Beruf

Für den beruflichen Wiedereinstieg nach einer Pause gibt es viele gute Gründe. Die Elternzeit ist einer davon, doch auch nach einer Krankheit oder längerer Arbeitslosigkeit kann ein Neueinstieg erfolgen. Wer mehrere Jahre nicht gearbeitet hat, muss beim Wiedereinstieg in den erlernten Beruf häufig einige Herausforderungen meistern.

Beruflicher Einstieg nach sehr langer Pause

Nach einer sehr langen Pause sollte der berufliche Wiedereinstieg gründlich geplant werden. Die Anforderungen an eine Bewerbung ändern sich im Laufe der Zeit. Somit ist es wichtig, sich auf den aktuellen Stand zu bringen. Berücksichtigt werden muss auch, dass sich in manchen Berufen die Arbeitsabläufe durch die technologische Weiterentwicklung über einige Jahre hinweg stark verändert haben. Darüber hinaus ändern sich auch die Berufsbilder. In solchen Fällen bietet sich zum Beispiel der Besuch eines Weiterbildungskurses an.

Wer den Wiedereinstieg in den Beruf nach längerer Arbeitslosigkeit wagt oder aus anderen Gründen eine längere Jobpause einlegen musste, hat im tabellarischen Lebenslauf eine direkt ersichtliche Lücke stehen. Formulieren Sie den Lebenslauf stattdessen aus und weisen Sie dabei auf Ihre Stärken und den Nutzen hin, den Sie für das Unternehmen hätten. Der Wiedereinstieg nach der Elternzeit bringt noch eine weitere Hürde mit sich, denn Arbeitszeit und Kinderbetreuung müssen harmonieren.

Wiedereinstieg in den Beruf mit 50 und mehr Jahren

Für Menschen ab 50 Jahren gestaltet sich die Jobsuche oft schwieriger. Fachliches Know-how, zukunftsweisendes Denken und Flexibilität sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Junge Bewerber mit diesen Kompetenzen setzen sich oft gegen die größere Erfahrung durch. Dazu kommt, dass die Digitalisierung eine Hürde für manch älteren Bewerber darstellt. Wer sein Wissen während der beruflichen Pause nicht beständig erweitert hat, muss in einigen Jobs viel nachholen. 

Ebenso wie für junge Wiedereinsteiger gibt es für ältere Arbeitssuchende Anlaufstellen, die Unterstützung anbieten. Eine davon ist die Agentur für Arbeit, die mit der „Perspektive Wiedereinstieg“ ein Aktionsprogramm für Frauen und Männer etabliert hat, die nach langer Zeit in den Beruf zurückkehren wollen. Die Chancen auf einen Job steigen zudem, wenn man bereit ist, sich auf neue Aufgabenfelder einzulassen und Fortbildungen zu besuchen.

Förderung von Wiedereinsteigern

Berufsrückkehrer werden von staatlicher Seite durch verschiedene Hilfen und Förderungen unterstützt. Der so genannte Eingliederungszuschuss ist ein vom Arbeitgeber zu beantragender Zuschuss zum Arbeitsentgelt. Er wird von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter gezahlt, um die verringerte Leistung einer Arbeitskraft beim Wiedereinstieg in den Beruf auszugleichen. Langzeitarbeitslose werden mit einem mehrjährigen Lohnkostenzuschuss, einem berufsbegleitenden Coaching und durch die Erstattung von Weiterbildungskosten gefördert. 

Auch finanzielle Unterstützung während der Arbeitssuche ist möglich. Darüber hinaus kann ein Zuschuss zu den Kosten für Bewerbungen beantragt werden. Qualifizierende Maßnahmen, Lehrgänge und Umschulungen werden in allen Bundesländern angeboten. Unterstützt werden Wiedereinsteiger in den Job auch von Randstad, unter anderem mit mehr als 300 kostenlosen Online-Kursen und Weiterbildungsangeboten.

Der Wiedereinstieg in sich wandelnde Berufe

Durch die fortschreitende Digitalisierung haben sich viele Berufsbilder geändert, manche unterliegen sogar ständigen Weiterentwicklungen. Eine Branche, für die das im Besonderen gilt, ist die Kommunikations- und IT-Technologie. Auch der Wiedereinstieg in kaufmännische Berufe ist mit Neuerungen verbunden, da Geräte und Software immer wieder aktualisiert werden, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Die Digitalisierung hat Einfluss auf die Arbeitsabläufe in vielen weiteren Branchen genommen, so dass sich für Berufsrückkehrer eine Schulung empfiehlt, die sie auf den aktuellen Stand bringt. Weiterbildungen für den Wiedereinstieg in den Job bieten öffentliche Institutionen, berufliche Kammern und Privatakademien wie die Randstad Akademie an.

Erneuter Einstieg in den Job nach einer Krankheit

Der Wiedereinstieg in den Job nach einer Krankheit stellt häufig einen Kraftakt dar. Die körperliche Fitness muss erst wiederhergestellt werden. Nach einer längeren Fehlzeit kann darüber hinaus eine berufliche Wiedereingliederung notwendig sein. Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, ihren Beschäftigten ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) anzubieten, wenn diese länger als sechs Wochen arbeitsunfähig waren. Ein Gespräch dient als Einstieg, um die berufliche Leistungsfähigkeit einzuschätzen und die Arbeitsbedingungen an diese anzupassen. Außerdem wird ein Überblick über Rehabilitationsmaßnahmen gegeben, die Wiedereinsteigern nach einer Krankheit gegebenenfalls zustehen.

Ziele und Wege für den Wiedereinstieg in den Job

Damit der geplante Wiedereinstieg in den Job erfolgreich verläuft, können diverse Maßnahmen ergriffen werden. Zunächst sollten Sie Ihre Ziele festlegen: Wollen Sie in Ihrem alten Beruf arbeiten oder sich lieber neu orientieren? Hat sich das Berufsbild signifikant verändert? Ist eine Fortbildung notwendig, um auf dem aktuellen Stand zu sein? Nachdem Sie diese und weitere Fragen zum Wiedereinstieg geklärt haben, sollten Sie sich einen Überblick über die Arbeitsmarktsituation vor Ort verschaffen, bevor Sie in die Bewerbungsphase gehen.

Viele Wege führen zurück in die Arbeitswelt – wählen Sie den, der zu Ihnen passt. Beim Wiedereinstieg in den Beruf nach 10 Jahren oder mehr bietet sich eine Qualifizierung oder Umschulung an. Qualifizierungsmaßnahmen dienen dazu, die Kenntnisse im erlernten Beruf aufzufrischen. Die Umschulung beinhaltet einen Jobwechsel, Sie lernen in zwei bis drei Jahren einen neuen Beruf. Wer nur eine kurze Pause, zum Beispiel von einem Jahr, hinter sich hat, kann sich auch direkt bewerben. Vereinfacht wird die Jobsuche für Wiedereinsteiger, wenn sie den Service von Randstad nutzen: die Vermittlung von üblicherweise unbefristeten Stellen mit tariflicher Vergütung.

Motivierende Maßnahmen für den beruflichen Wiedereinstieg

Motiviert zu bleiben ist das A und O beim Wiedereinstieg in den Job. Für gewöhnlich dauert es eine Weile, nach einer längeren Pause eine geeignete Stelle zu finden. Hilfreich kann der Austausch mit anderen Berufsrückkehrern sein – bei Qualifizierungen und Fortbildungskursen trifft man auf Gleichgesinnte. Gesteigert werden kann die Motivation auch durch das gemeinsame Üben von Bewerbungsgesprächen. Sinnvoll sind zudem Bewerbungscoachings, wie Randstad sie anbietet – die Kosten werden unter bestimmten Voraussetzungen von der Agentur für Arbeit übernommen. Wichtig ist, dass Sie sich immer wieder eine kleine Auszeit gönnen, um neue Energie zu schöpfen. Behalten Sie Ihre Ziele stets im Blick, dann wird der Wiedereinstieg in den Beruf besser gelingen.

Welcher Weg der richtige für den Wiedereinstieg in den Job ist, hängt von den persönlichen Fähigkeiten und individuellen Zielen ab. In jedem Fall hat der berufliche Wiedereinstieg zahlreiche Vorteile. Neben finanzieller Unabhängigkeit bringt die erneute Erwerbstätigkeit auch Rentenansprüche mit sich. Berufsrückkehrer gestalten die Arbeitswelt mit und können sich dabei fachlich weiterentwickeln und ihre Persönlichkeit entfalten. Die wirtschaftliche Absicherung der Familie ist ein weiterer Vorzug des Wiedereinstiegs in den Beruf.