Je länger man aus dem Arbeitsmarkt raus ist, desto schwerer fällt der Wiedereinstieg. Umso wichtiger ist die Starthilfe, die Langzeitarbeitslose von einer ganzen Branche bekommen: der Zeitarbeit.

Eine typische Laufbahn

Tobias Eikerling war lange ohne Job. Als sein Arbeitgeber den Betrieb schließen musste, verlor er seine Anstellung und fand keinen Anschluss mehr in die Arbeitswelt. Nach mehr als zehn Jahren hatte er schließlich Erfolg bei der Jobsuche. Er bewarb sich bei Randstad auf eine Stelle und wurde kurz darauf zu einem persönlichen Gespräch in die Niederlassung in Bocholt eingeladen. Zusammen mit Christiane Schlagheck, Consultant bei Randstad, brachte er seine Bewerbungsmappe auf den neuesten Stand und fand Stellenangebote, die zu seinem Profil passten. Das erste Vorstellungsgespräch bei einem Kunden von Randstad - einem Automobilzulieferer in der Region - ließ nicht lange auf sich warten, weitere folgten. Aufgrund der Nähe zu seinem Wohnort disponierte Randstad Tobias Eikerling für eine Stelle beim „Thal Versand“. Dort überzeugte er mit seinem Einsatz und wurde von dem Einsatzbetrieb übernommen, so dass er inzwischen direkt bei dem Online-Versandhändler in der Versandabteilung angestellt ist.

Mit Zeitarbeit raus aus der Langzeitarbeitslosigkeit

v.l.n.r.: Andrea Weidemann (Niederlassungsleiterin Randstad  Bocholt), Patrick Elskamp (Consultant) Tobias Eikerling, Christiane Schlagheck (Consultant), Jana Schulz (Consultant)

Die Laufbahn von Tobias Eikerling ist nicht außergewöhnlich. Rund 16% der Arbeitnehmer, die über ein Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt sind, waren laut einer Untersuchung des IAB vorher langzeitarbeitslos. Zeitarbeit ist in Deutschland ein bewährter Weg, um Bewerbern, die es auf dem Arbeitsmarkt schwer haben, eine Chance zu geben. Warum ist das so?

Persönliche Unterstützung 

Das Team der Randstad Niederlassung Bocholt war für Tobias Eikerling eine große Hilfe bei Fragen, die Langzeitarbeitslose vor größere Herausforderungen stellen als andere: „Welcher Job passt noch zu meinen Stärken?“ oder „Wie erkläre ich die Lücke in meinem Lebenslauf?“. Consultants bei Randstad helfen bei der Stellensuche und der Bewerbung ebenso wie bei persönlichen Fragen zum Job oder der Karriereplanung. Einen persönlichen Ansprechpartner an seiner Seite zu haben, der die eigene Situation gut kennt, kann den Unterschied zwischen Erfolg und Aufgeben machen. 

Matching

Die Vorstellungsgespräche verdankt Tobias Eikerlinger vor allem dem umfassenden Kundennetzwerk des Personaldienstleisters. Randstad Deutschland unterhält in einem bundesweiten Niederlassungsnetz Kontakt zu attraktiven Arbeitgebern, die nach unterschiedlichen Profilen und Qualifikationen suchen. So findet Randstad zuverlässig Stellen, die Kandidaten alleine nicht gefunden hätten.

Qualifikation

Personaldienstleister wie Randstad haben ein Interesse daran, dass die Bewerber zu den Kundenunternehmen passen. Deshalb bieten sie Qualifikations- und Trainingsprogramme an oder arbeiten mit Bildungsträgern zusammen, die zertifizierte Abschlüsse vergeben. Der nachhaltigste Weg aus der Arbeitslosigkeit ist eine solide Ausbildung und bedarfsorientierte Weiterqualifizierung.

Fairer Lohn

Tobias Eikerling weiß die Sicherheit in seinem neuen Job zu schätzen. Bei vielen Personaldienstleistern gehören eine tarifliche Entlohnung und zuverlässig pünktliches Gehalt zum Standard. Randstad bietet seinen Mitarbeitern außerdem einen in der Regel unbefristeten Arbeitsvertrag.

Ich kann wieder jeden Monat mit einem festen Gehalt rechnen. Das macht die langfristige Planung mit Familie und Freunden viel einfacher.

Tobias Eikerling

Das Teilhabechancengesetz

Langzeitarbeitslosigkeit treibt auch die Politik um, die nun mit dem Teilhabechancengesetz etwas dagegen unternehmen will. Dabei ignoriert sie allerdings den Fortschritt, den Personaldienstleister wie Randstad in den vergangenen Jahren bereits gemacht haben. 

So sieht das Teilhabechancengesetz zwar einen Lohnkostenzuschuss von 100 Prozent vor, um Langzeitarbeitslose attraktiver für Unternehmen attraktiver zu machen. Doch Arbeitsmarktexperten sehen das Risiko, dass Langzeitarbeitslose dauerhaft in dieser staatlich geförderten Beschäftigung bleiben. Um die Chancen der Arbeitslosen langfristig zu verbessern, muss ihre Förderung und Qualifikation im Vordergrund stehen. Im Teilhabechancengesetz ist das aber ein nachgelagerter Prozess.