Home Office mit Kindern wird häufig zur Doppelbelastung. Viele Eltern müssen ihre Arbeit im Home Office und Kinderbetreuung unter einen Hut kriegen. Wie man als Eltern im Home Office Kinderbetreuung organisiert und trotzdem so viel wie möglich aus dem Arbeitstag herausholt, zeigen diese Tipps.

Homeoffice mit Kindern
Homeoffice mit Kindern
  1. Rücken freihalten Um am Home Office-Arbeitsplatz wichtige Termine wie Videochats und Telefonkonferenzen konzentriert und störungsfrei zu meistern, gilt: gegenseitige Unterstützung! Wenn beide Eltern zu Hause sind, sollten sich die Partner abwechselnd um die Kinderbetreuung kümmern. Wer alleine ist, kann einen Babysitter engagieren. Falls das nicht möglich ist, ist die virtuelle Betreuung hier eine kreative Alternative: Via Skype, Zoom und Co. betreuen Familienmitglieder oder Freunde ältere Kinder aus der Distanz (Kleinkinder ausgenommen).
  2. Festen Tagesplan aufstellen In Ruhe arbeitet es sich am produktivsten. Stille Aktivitäten zu bestimmten Zeiten etabliert man bei Kindern am besten mit einem geregelten Tagesablauf oder einem Stundenplan. Diese Zeitfenster lassen sich unter anderem für Telefonkonferenzen nutzen. Das gemeinsame Mittagessen erweist sich als wichtiges Ritual im Alltag der ganzen Familie.
  3. „Stille Zeiten“ ankündigen Um Störungen bei Konzentrationsphasen oder während Telefonkonferenzen durch Kinder zu vermeiden, empfiehlt es sich gerade im Umgang mit älteren Kindern, „stille Zeiten“ bewusst anzukündigen. Optische Signale unterstützen diese Maßnahmen. Beispiel: ein Ruhe-Schild aufstellen.
  4. Arbeitsplatz klar abgrenzen Dauerhafte Home Office-Arbeitsplätze sollten klar vom Spielbereich der Kinder abgegrenzt sein. Wer gelegentlich oder übergangsweise am Heimarbeitsplatz tätig ist und kein Arbeitszimmer bzw. freien Schreibtisch hat, sollte stets denselben Ort zum Arbeiten zu nutzen – zum Beispiel den Küchentisch. Das schafft Kontinuität. Nach dem Arbeitstag sollten Arbeitnehmer ihre Arbeitsmittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
  5. Erreichbar bleiben Um trotz Home Office Verbindlichkeit beim Arbeitgeber zu signalisieren, sollten sich Arbeitnehmer während der Kinderbetreuung nicht komplett aus dem Job ausklinken. Das bedeutet nicht, dass Arbeitnehmer rund um die Uhr für ihren Arbeitgeber erreichbar sein müssen. Wer geregelte Zeiten einhält, in denen er erreichbar ist, festigt das Vertrauensverhältnis zwischen ihm und seinem Arbeitgeber.
  6. Ruhe bewahren Trotz aller Mühe passiert es, dass Kinder die Telefonkonferenz stören, sich im Hintergrund bei Videochats mit dem Kunden bemerkbar machen oder einfach mal etwas mehr Aufmerksamkeit fordern. Mittlerweile haben sich viele Geschäfts- und Gesprächspartner daran gewöhnt und gehen locker mit dieser Situation um. Wenn etwas schiefgeht, ist besonders wichtig: Ruhe bewahren! Panik wirkt ansteckend. Versuchen Sie, die Situation im Griff zu behalten und entspannt, aber lösungsorientiert zu agieren.

Zu guter Letzt: Home Office und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen, funktioniert am besten mit der nötigen Portion Gelassenheit. Ob mit oder ohne Kinder, wer im Home Office arbeitet, steht oft noch vor einer weiteren Herausforderung: Arbeit und Freizeit gehen immer fließender ineinander über. Work-Life-Blending lautet der Begriff für dieses Phänomen. Mit der richtigen Strategie lassen sich Überlastungssituationen vermeiden.

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