Randstad zum geplanten Gesetzesentwurf zur Zeitarbeit

29. Mai 2016
Der Koalitionsausschuss hat in seiner letzten Sitzung den Gesetzesentwurf zur Regelung der Zeitarbeit auf den Weg gebracht. „Auch wenn ein paar Zugeständnisse seitens der Politik gemacht wurden, ist das geplante Gesetz aus unserer Sicht nach wie vor eine überflüssige Regulierung unserer Dienstleistung“, so Hans Christian Bauer, Director Social Affairs bei Randstad Deutschland.

Weder Arbeitnehmer noch Unternehmen profitieren

Der Gesetzesentwurf sieht eine Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten vor. Eine Ausnahme davon besteht, wenn die Tarifparteien in den verschiedenen Branchen, eine längere Verweildauer vereinbaren. „Gibt es aber einen solchen Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung auf Kundenseite nicht, müssen unsere Mitarbeiter aufgrund eines willkürlich gesetzten Zeitraums ihr gewohntes Arbeitsumfeld verlassen. Unser Kunde muss dann auf der gleichen Position einen neuen Mitarbeiter einarbeiten, der zudem möglicherweise auch nicht sofort verfügbar bist. Davon hat aus unserer Sicht niemand etwas“, so Hans Christian Bauer.

Die Begrenzung der Höchstüberlassungsdauer werde auch nicht dazu führen, dass mehr Zeitarbeitnehmer übernommen werden. „Gibt es im Einsatzbetrieb personelle Vakanzen, werden unsere Mitarbeiter bereits lange vorher direkt eingestellt. Greift das neue Gesetz, wird der Zeitarbeitnehmer beim Kundenunternehmen abgemeldet. Er verliert dann je nach Branche gegebenenfalls bezahlte Branchenzuschläge“, so Hans Christian Bauer weiter.

Schon jetzt Equal-Pay ähnliche Vergütung durch Branchenzuschläge

Branchenzuschläge gelten seit November 2012. „Damit wurden die Lohnunterschiede zwischen den Mitarbeitern im Kundeneinsatz und der Stammbelegschaft nahezu geschlossen“, erklärt Hans Christian Bauer.