Den eigenen Marktwert kennen

15. März 2018

Die Wirtschaftsmotor in Deutschland läuft weiterhin wie am Schnürchen. Die Unternehmen haben volle Auftragsbücher und viele suchen händeringend nach neuen Mitarbeitern. Gute Voraussetzungen also für Bewerber. Fast 20 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland sind grundsätzlich offen für einen Jobwechsel, so das aktuelle Randstad Arbeitsbarometer (Q1 2018). Insbesondere die Gruppe der 25- bis 34-Jährigen schaut sich auf dem Arbeitsmarkt nach Alternativen um. Doch wie wird der Arbeitgeberwechsel auch zu einem Erfolg?

Den eigenen Marktwert erkennen

Eine der größten Herausforderungen ist es, den eigenen Marktwert zu bestimmen und ihn selbstbewusst vor einem potenziellen neuen Arbeitgeber zu präsentieren. Viele Kandidaten wissen oft gar nicht, was sie alles in ein Unternehmen einbringen und verkaufen sich unter Wert. Und das kann am Ende negative Auswirkungen auf die Jobzufriedenheit haben, bis hin zu dem Punkt, dass man sich wieder nach einer neuen Stelle umschaut. Um das zu verhindern, sollten Bewerber ein paar Punkte beachten.

Der Marktwert ist individuell und entscheidet sich von Bewerber zu Bewerber. Er setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:

  • Qualifikationen: Darunter fallen der Ausbildungsabschluss, ob man eine Lehre oder ein Studium absolviert hat, aber auch Zusatzqualifikationen, die man erworben hat, und Zertifikate von Weiterbildungen.
  • Berufserfahrung: Wer lange in einem Unternehmen gearbeitet hat, verfügt über eine umfangreiche Expertise und kann Erfolge nachweisen. Das zahlt natürlich auf den eigenen Marktwert ein.
  • Branche: Jeder Bewerber sollte sich gut über seine Branchen informieren. Tarifverträge können ein wichtiger Anhaltspunkt sein, um eine realistische Einschätzung zu bekommen, was in dem Sektor gezahlt wird.
  • Region: Die regionalen Gehaltsunterschiede sind nach wie vor groß und auch davon abhängig, ob sich das Unternehmen in einem wachsenden Ballungsraum befindet oder im ländlichen Gebiet.
  • Unternehmensgröße: Ein Großkonzern hat andere Gehaltsstrukturen als ein Mittelständler oder ein Start-up. Letztere haben auf der anderen Seite aber auch den Vorteil, dass sie flexibler sind, was die finanziellen Rahmenbedingungen angeht.
  • Persönlichkeit: Auch das eigene Auftreten, wie selbstbewusst jemand agiert, bestimmt den Marktwert.

Vor einer Bewerbung lohnt es sich, eine Bestandsaufnahme zu machen. Welche Fähigkeiten bringe ich mit? In welchen Bereichen in meinem Job war ich bisher erfolgreich? Wo habe ich besonders viel Lob bekommen? Diese Punkte gilt es dann aktiv zu vermarkten und sie helfen auch die eigenen Gehaltsvorzustellungen zu untermauern und für Dritte nachvollziehbar zu machen.  

Trotzdem ist es nicht immer einfach, den eigenen Marktwert zu ermitteln. Ein Gespräch mit Freunden und Kollegen kann ein erster Ansatzpunkt sein, um Informationen und Anregungen zu bekommen. Es lohnt sich auch Blick in Gehaltsportale wie gehalt.de und gehaltsvergleich.com, die einen Überblick geben können.

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