Der Randstad Award: Der CEO von Randstad weltweit, Jacques van den Broek, stellt sich Fragen der Web-Zuschauer

13. Juni 2018

Die attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands, hochkarätige Redner und ein Novum in der Geschichte der Randstad Awards. Bei der Preisverleihung im GoldbergWerk in Stuttgart-Fellbach konnten Zuschauer Online das Event live mitverfolgen und Experten Fragen stellen.

Das Motto des Abends „Get in Touch“ war ganz wörtlich zu nehmen. Nicht nur vor Ort konnten die Gäste mit den Gastrednern und den Randstad Experten in Kontakt treten, sondern auch digital. 230 Gäste im Saal und rund 2.100 Zuschauer vor dem Bildschirm im Büro oder Zuhause verfolgten das Event. Erstmals wurde die Verleihung der Randstad Awards live übertragen. „Wir freuen uns sehr über diesen großen Zuspruch. Das zeigt sehr deutlich, wie wichtig das Thema Arbeitgebermarke ist. Mit unserer Studie Randstad Employer Brand Research liefern wir wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse von Bewerbern und wie Unternehmen an ihrer Attraktivität für Kandidaten arbeiten können“, so Richard Jager, CEO von Randstad Deutschland.

Die Digitalisierung stellt die Wirtschaft dabei vor neue Herausforderungen, bietet aber auch Chancen. Mit diesem Thema befassten sich spannende Vorträge. Jacques van den Broek, CEO von Randstad weltweit beleuchte, was die Zukunft der Arbeit bringen wird. Außerdem behandelte der Wissenschaftskabarettist Vince Ebert in humoristischer Art und Weise die Frage, wie sich die Digitalisierung im Alltag auswirken wird.

Jacques van den Broek, CEO der Randstad N.V., stellte sich zudem den Fragen der Community. Hier eine Auswahl.

Warum hat Randstad den Randstad Award und die Studie ins Leben gerufen?
Jacques van den Broek: Der Randstad Award ist mein Baby und ich freue mich sehr, wie gut er angenommen wird. Im Jahr 2000 haben wir in Belgien zum ersten Mal die Studie Randstad Employer Brand durchgeführt. Das Feedback von unseren Kundenunternehmen war phänomenal. Da haben wir uns gedacht, so etwas müssen wir in jedem Land machen. Mittlerweile findet die Erhebung in 28 Ländern statt. Für Unternehmen wird es immer wichtiger, zur richtigen Zeit das richtige Personal zur Verfügung zu haben. Doch Fachkräftemangel und demographischer Wandel machen die Suche nach neuen Mitarbeitern zunehmend schwieriger. Damit steigt die Bedeutung von HR-Marketing. Unternehmen müssen sich von ihren Wettbewerbern abheben, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Es gibt immer Faktoren, die man verbessern kann. Mit den Ergebnissen aus der Studie unterstützen wir Unternehmen aktiv dabei.

Welche Chance haben Mittelständler sich im Wettkampf um die begehrten Talente zu positionieren?
Jacques van den Broek: Das ist der große Vorteil der Studie. Sie gibt detailliert Auskunft darüber, warum sich Menschen für einen bestimmten Arbeitgeber entscheiden. Unternehmen erfahren, mit wem sie konkret im Wettbewerb stehen und was Arbeitnehmer erwarten. Auf Wunsch kommen wir in den Unternehmen vorbei und erklären die Ergebnisse ausführlich. Mittelständler sollten sich klar machen, was ihre Werte und Unternehmensgeschichte ist. Diese gilt es, wie ein Produkt zu vermarkten und das Besondere herauszustellen. Das kann zum Beispiel sein, dass Mitarbeiter im Betrieb sehr schnell Verantwortung übernehmen können, womit man bei den Millennials sehr gut punkten kann.

Die Digitalisierung verändert auch immer mehr das Personalwesen. Innovative Technologien kommen beim Recruiting zum Einsatz. Wie sehen Sie den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Zukunft?
Jacques van den Broek: Wir testen verschiedene Methoden weltweit. In Singapur haben wir ein Experiment gemacht. Eine Bewerbergruppe hat mit Chatbots gesprochen, die andere hatte persönliche Interviews. Die Auswertung zeigte, dass die Kandidaten die Gespräche mit Chatbots bevorzugen, da sie damit zeitlich flexibel sind und das Interview auch Zuhause nach Feierabend führen können. Denn der Chef soll ja nicht mithören, dass man sich gerade woanders bewirbt.

New Work lautet das neue Buzz-Wort. Welche Veränderungen sind damit verbunden?
Jacques van den Broek: Arbeit wird es immer geben. Es wird kaum noch jemand sein ganzes Leben bei einem Arbeitgeber beschäftigt sein. Feste Strukturen lösen sich auf, schon heute kann man in vielen Bereichen seinen Job von überall aus verrichten, wenn man mit der notwendigen Technik ausgestattet ist. Der Arbeitnehmer wird in Zukunft immer mehr zum eigenen Unternehmer, der seine Dienste und Fähigkeiten anbietet. Das bedeutet aber auch, dass er mehr Selbstverantwortung trägt und Eigeninitiative zeigen muss, wenn es darum geht, beschäftigungsfähig zu bleiben.

investor relations