Erfahrung einsetzen, wo sie am stärksten wirkt

Nachhaltig und langfristig die Kräfte des Wandels zu gestalten, insbesondere was Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung angeht, ist eine strategische Personalaufgabe.

Einem Papier des Deutschen Demographie Netzwerks (ddn) zufolge ist ein wichtiges Werkzeug hierfür, ältere Arbeitnehmer in jenen Bereichen einzusetzen, in denen sie ihre Kompetenzen und Fähigkeiten am besten einbringen können.

Ein beliebtes Beispiel ist derzeit der Feldversuch am Fließband bei Mercedes-Benz-Nutzfahrzeugen, der eine Mischung aus älteren und jüngeren Teammitgliedern als produktives Optimum ergeben habe. Die jüngeren seien beweglicher und könnten kräftiger anpacken, die älteren beherrschten die Abläufe besser und könnten in Krisensituationen schneller und effizienter reagieren.

Ähnlich geht auch BMW vor. Wie sich eine tendenziell ältere Belegschaft in der Fertigung auswirkt und wie sich körperliche Arbeit ergonomischer und altersgerechter organisieren lässt, hat der Autohersteller in einem Pilotprojekt im Werk Dingolfing simuliert. An einer Produktionslinie der Hinterachsgetriebemontage wurde die Altersstruktur, wie sie für 2017 prognostiziert wird, bereits heute dargestellt.

Ergebnis: Im „Arbeitssystem 2017“ arbeitet eine ältere Belegschaft genauso effizient wie in vergleichbaren Produktionsbereichen mit deutlich jüngeren Mitarbeitern. Zentrale Maßnahmen dafür sind eine „belastungsoptimierte Mitarbeiterrotation“ und die Entwicklung alters- und gesundheitsgerechter Schichtmodelle auf Basis einer Anforderungs-Belastbarkeits-Analyse (ABASchicht).