Jobbörsen zwischen Wunsch und Wirklichkeit

31. Juli 2012

Das Internet hat die Zeitung als bevorzugtes Medium für Stellenmärkte abgelöst. Zwischen den Erfordernissen und Wünschen der Personalverantwortlichen und dem, womit sich Jobbörsen profilieren wollen, tut sich indes noch manche Lücke auf. Eine aktuelle Stichprobe zeigt den Stand der Dinge.

Internet-Stellenbörsen sind mit großem Abstand das von Bewerbern meistgenutzte Instrument auf der Suche nach einem neuen Job: Bereits 51,4 Millionen Deutsche ab 14 Jahren nutzen das Internet (Quelle: AGOF internet facts 2012-04). Je nach Studienlage verwenden zwischen 55 und 62 Prozent aller Stellensuchenden das Netz auch intensiv für Jobsuche und Bewerbung. Print findet sich mittlerweile weit abgeschlagen mit rund 25 Prozent Nutzungsanteil nach Unternehmens-Websites und Karriere-Netzwerken nur mehr an vierter Stelle.

Ein gewichtiges Argument, Kandidaten vorrangig über Jobbörsen anzusprechen ist – neben dem bereits erwähnten Nutzungsverhalten – die große überregionale Reichweite einer Online-Stellenanzeige sowie deren permanente Verfügbarkeit über einen längeren Zeitraum. Print-Anzeigen erzielen je nach Medium zwar eine respektable Reichweite, beschränken sich jedoch meist auf eine einzelne Ausgabe. Online-Jobbörsen veröffentlichen eine Stellenanzeige zu einem Bruchteil der Print-Kosten meist über einen Zeitraum von vier Wochen. Die Folge: bessere Penetration der Zielgruppen, mehr qualifizierte Bewerber.

Jobbörsen haben sich sehr stark auf das Userverhalten ausgerichtet und bieten Services wie Jobs per E-Mail/SMS, RSS Feeds, Videos, Jobinare, Soziale Netzwerke und vieles mehr an. So wird die Zielgruppe nicht nur über das richtige Medium, sondern auch über den von ihr bevorzugten Weg angesprochen.

Der Service einer Jobbörse beschränkt sich dabei nicht auf das bloße Veröffentlichen einer Anzeige. Vielmehr offerieren seriöse Online-Stellenmärkte ohne Mehrkosten umfassende Beratungsleistungen, die den gesamten Lebenszyklus einer Stellenausschreibung begleiten: Unterstützung der Personalverantwortlichen bei der optimalen Textierung der Anzeige und des Stellentitels, optimale Verschlagwortung, umfassende rechtliche Beratung – vor allem mit Blick auf das hinsichtlich AGG – sowie die Optimierung des Bewerberrücklaufes während der gesamten Laufzeit und nicht zuletzt Maßnahmen, um die Arbeitgebermarke zu stärken, etwa in Form eines Unternehmensprofils auf der Stellenbörse.
Auch im technischen Bereich kümmern sich hochwertige Jobbörsen um alle Aspekte: Sie offerieren technische Anbindungen für Unternehmen, die eine deutliche Erleichterung bei der Veröffentlichung vakanter Positionen bieten, wie z.B. automatische Schnittstellen, mit denen Anzeigen auf der eigenen Karrierewebsite und der Jobbörse automatisiert angezeigt werden.

Auf den folgenden Seiten zeigen die Aussagen von Personalverantwortlichen und Jobbörsen, wo Nachfrage und Angebot schon zusammenpassen – und wo noch Handlungsbedarf besteht.

Das erwarten Personalverantwortliche von einer Jobbörse

„Welche fünf guten Qualitäten einer Jobbörse würden Sie davon überzeugen, dass Ihnen dort bei Ihrer Arbeit geholfen wird?“

Anna Barth, Personalreferentin TOMORROW FOCUS AG
Qualitätsmerkmale einer Jobbörse sind für mich Auffindbarkeit, Usability, ein gutes Servicemanagement, Aktualität sowie eine gute Suche:

  • Die Jobbörse muss für Bewerber leicht zu finden sein z.B. über ein gutes Ranking in Suchmaschinen.
  • Ebenso sollte sie eine gute Usability haben, d.h. leicht und intuitiv zu bedienen sein – für Bewerber wie auch für Unternehmen.
  • Ein kompetentes und vor allem schnelles Servicemanagement für die Unternehmensseite ist sehr wichtig.
  • Die gespeicherten Lebensläufe der Kandidaten sollten möglichst aktuell sein und nicht extra nochmal diesbezüglich geprüft werden müssen. Das spart viel Zeit.
  • Ein zentraler Faktor ist die Suche. Diese muss relevante Ergebnisse ausgeben, so dass nicht extra Zeit in das Aussortieren von falschen Suchergebnissen gesteckt werden muss.

Was meine Erfahrung mit Jobbörsen angeht:
Negative sowie positive Erlebnisse mit Jobbörsen hatte ich besonders in Bezug auf die Suche. Oft werden nicht relevante Ergebnisse ausgespielt und müssen nochmal manuell aussortiert werden. Das ist zeitintensiv. Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit, dass relevante Ergebnisse nicht angezeigt werden. Das ist oft schon bei einfachen Suchanfragen nach Postleitzahl der Fall. Wenn die Suche hingegen gut funktioniert, fällt das sehr positiv auf.

Andrej Vovk, Bereichsleiter Personal bei der Wilken GmbH

Damit wollen Jobbörsen Personalverantwortliche überzeugen (1)

Stefan Barislovits von stellenanzeigen.de

  • Mediennutzungsverhalten: Jobbörsen wie stellenanzeigen.de bieten Usern die effizienteste Jobsuche, da die im Hintergrund verwendeten Such- und Rubrizierungstechnologien ständig und mit großem Aufwand nach vorne getrieben werden, sodass die Trefferlisten von Jobbörsen sich auch von jenen der Metasuchmaschinen positiv differenzieren. Dazu kommt, dass die Zunahme mobiler Endgeräte die Digitalisierung des Stellenangebotes zwingend voraussetzt – eine Nachfrage, die Stellenbörsen mit maßgeschneiderten Jobsuche-Apps und mobilen Angeboten auf der Website bestens bedienen.
  • Maximale Reichweite, minimale Kosten: Die Online-Stellenanzeige ist jederzeit und ohne örtliche Einschränkung abrufbar. Während des gesamten Veröffentlichungszeitraums erscheint sie nicht nur auf der Jobbörse selbst, sondern wird in den meisten Fällen auch per E-Mail automatisch an geeignete Kandidaten versendet sowie auf relevanten Partnerseiten veröffentlicht.
  • Nahe an der Zielgruppe, kein Streuverlust: Jobbörsen wie stellenanzeigen.de schaffen durch ausgesuchte Kooperationen eine sehr zielgerichtete Ansprache für potenzielle Kandidaten und sind genau dort, wo sich Jobsuchende auch mit der Thematik auseinandersetzen und können sie so friktionsfrei abholen. Die Streuverluste sind dadurch so gering wie in keinem anderen Medium.
  • Schnelle Kandidatenansprache: Die Serviceleistungen einer Jobbörse umfassen in den meisten Fällen auch komfortabel zu durchsuchende Lebenslaufdatenbanken, die eine direkte Ansprache der Kandidaten und passiv Jobsuchender ermöglicht. Bei stellenanzeigen.de ist die Nutzung der Lebenslaufdatenbank bereits ab der Buchung einer Einzelanzeige inkludiert.
  • Service und Beratung: Bei Jobbörsen wie stellenanzeigen.de genießt der Kunde einen Rundum-Service. Das bedeutet: Er kann sich auf das langjährige Know-how der Jobbörse verlassen und muss nicht „sein eigenes Süppchen kochen“. Da auch auf der technischen Seite alle Aspekte abgedeckt werden – wie Schnittstellenbetreuung und Aktualisierung – bleiben dort ebenfalls keine Wünsche offen.
  • Unsere Stärke: stellenanzeigen.de bietet seinen Kunden neben einer kundenorientierten Beratung, einem anerkannt ausgezeichneten Service und der zielgruppenspezifischen Veröffentlichung der Stellenanzeigen in 21 Zielgruppenkanälen und mehr als 90 Partnerseiten eine einzigartige Qualitätssicherung, um das Potenzial einer Online-Stellenanzeige jederzeit voll auszuschöpfen.
    Das bedeutet, dass Anzeigen im Rahmen unseres Qualitätsmanagements vor der Schaltung überprüft und in Abstimmung mit dem Kunden an das Qualitätsmanagement weitergeleitet werden. Weist die Stellenanzeige Optimierungsbedarf im inhaltlichen Bereich (Positionstitel, Aufgaben, Anforderungen, „Was wir bieten“, Ansprechpartner) oder des Layouts auf, werden konkrete Optimierungsvorschläge gemacht – und umgesetzt. Dieser Service ist im Rahmen einer Schaltung kostenfrei.

Katja Rust von Jobware.de

Womit Jobbörsen Personalverantwortliche überzeugen wollen (2)

Dr. Katrin Luzar von Monster.de

  • „Perfect Match“: Unternehmen suchen nicht irgendwelche Kandidaten, sondern die richtigen. Jobbörsen – wie Monster – bringen die Stellenanzeigen dorthin, wo die interessanten und relevanten Kandidaten sind, z.B. Dank innovativen Technologien, über Allianzen mit reichweitenstarken Partnerseiten oder Partnern wie der CeBIT, über mobile Apps, soziale Medien oder auch Online-Karrieremessen. So wird die Qualität der Bewerbungen gesteigert, besonders bei schwierig zu besetzenden Positionen z.B. für Vertrieb, IT oder Ingenieurwesen.
  • „Reichweite“: Online-Jobbörsen stehen für große Reichweite. Unternehmen profitieren von der starken Markenbekanntheit der Anbieter für die zielgruppengenaue Ansprache. Dies gilt insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen, die aus eigener Kraft und mit Bordmitteln selber nicht die notwendige Reichweite für ihre offenen Positionen erzielen können.
  • „Passive Kandidaten“: Laut Studien von Monster möchten aktuell vier von zehn Bewerber lieber von Unternehmen direkt angesprochen werden anstatt selber aktiv zu suchen. Im Arbeitnehmermarkt gilt es daher, aktiv auf Bewerber zuzugehen und ihnen attraktive Perspektiven im Rahmen eines Jobwechsels aufzuzeigen. Unternehmen können hier bei Monster auf Lebenslaufdatenbanken, registrierte Nutzer sowie BeKnown als soziales Netzwerk zurückgreifen. Denn, je passiver die Kandidaten sind, desto aktiver müssen Unternehmen sein, gerade im zunehmenden Fachkräftemangel.
  • „Trends effizient nutzen“: Der Markt wandelt sich – Personalverantwortliche suchen Orientierung und finden bei Jobbörsen entsprechende Hilfestellungen. Ein globales Karriereportal wie Monster zeigt den Unternehmen kontinuierlich konkrete Wege auf, wie z.B. technologische Entwicklungen (Apps, semantische Suche) oder soziale Medien erfolgreich für die eigene Rekrutierung und das Employer Branding eingesetzt werden können. So profitieren Unternehmen von der langfristigen Markterfahrung und der starken Investitionen in neue Technologien und Produkte.
  • „Arbeitgeberimage…?“: Sich beim Kandidaten perfekt zu präsentieren ist das Ziel einer erfolgreich geplanten Employer-Branding-Strategie. Beim Auf- und Umsetzen dieser Strategie stehen den Personalverantwortlichen Beratungsteams wie die Monster Consultancy Services zur Seite. Sie beraten auch in Sachen Networking, Recruitingvideos, Karriere-Webseiten und Kampagnen, so dass Unternehmen sich bestmöglich beim Kandidaten ‚bewerben‘ können.

Unser Alleinstellungsmerkmal: Monster.de ist das private Karriereportal mit der höchsten Bekanntheit unter Jobbörsen-Nutzern in Deutschland (Nielsen 2012) und bietet im Markt ein einzigartiges Serviceangebot, dass optimal auf die Bedürfnisse der Personalverantwortlichen abgestimmt ist und sie „zukunftsfähig“ macht. Besonders zeichnet sich Monster mit Präsenzen in über 55 Ländern darüberhinaus durch Kompetenzen im Bereich der internationalen Rekrutierung aus und hat den Anspruch, als Innovationsführer der Branche, immer die besten Kandidaten mit passenden Jobangeboten zusammenzuführen – weltweit.

Oskar Ehehalt, Vice President Sales & Customer Care CareerBuilder Germany GmbH.

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