Meine Geschichte

4. Juli 2017

Gabriela Otto ist seit 2015 bei Randstad unbefristet als Personalfachkauffrau beschäftigt. Im Gespräch mit Carlotta Köster-Brons, Leiterin des Randstad Hauptstadtbüros, gewährt sie Einblicke in ihre Erfahrungen als Zeitarbeitskraft.

Politikbrief: Frau Otto, wann und wie sind Sie zu Randstad gekommen und wie sah ihre damalige Lebens- und Arbeitssituation aus?

Gabriela Otto: Ich war längere Zeit krank und kündigte bei meinem alten Arbeitgeber. Nach dieser Auszeit wollte und musste ich mich beruflich neu orientieren. Daher war es für mich wichtig, beruflich schnell wieder Fuß zu fassen.

Politikbrief: Gab es Reaktionen aus Ihrem privaten Umfeld zu Ihrer Entscheidung, bei einem Personaldienstleister anzufangen?

Gabriela Otto: Aus meinem privaten Umfeld gab es bezüglich Randstad und meinem neuen Job nur positive Reaktionen.

Politikbrief: Ihre Einsätze sind verbunden mit einem wechselnden Arbeitsumfeld, neuen Aufgaben und neuen Kollegen. Ist dies für Sie eher bereichernd oder ist es kräftezehrend?

Gabriela Otto: Natürlich ist man vor jedem Einsatz aufgeregt. Denn es ist jedes Mal ein allererster Arbeitstag. Es macht mich traurig, dass die Belegschaft des Kundenunternehmens manchmal unfreundlich und distanziert ist. Mein erster Einsatz beweist, dass es sehr bereichernd für mich sein kann. Jedoch zeigt mein letzter Einsatz, dass es auch sehr kräftezehrend sein kann.

Politikbrief: Zeitarbeit wird oft als eine prekäre Beschäftigung bezeichnet. Sehen Sie sich selbst als prekär beschäftigt?

Gabriela Otto: Nein, überhaupt nicht. Solche Aussagen kann ich nicht nachvollziehen.

Politikbrief: Gibt es für Sie Veränderungsbedarf bezüglich der Rahmenbedingungen in der Zeitarbeit?

Gabriela Otto: Ich würde mir mehr Wertschätzung am Einsatzort für meine Arbeit wünschen – auch von Seiten der Politik. Die Aufgaben, die meine Kollegen und ich erfüllen, sind für unsere Kunden sehr wichtig. Die Art und Weise, wie in der Öffentlichkeit über Zeitarbeiter gesprochen wird, ist oft völlig unpassend.

Politikbrief: Ein Blick auf Ihr Berufsleben: Gibtes etwas, was Sie mit dem heutigen Wissen anders machen würden?

Gabriela Otto: Ich würde mich mehr auf meine Ausbildung und Karriere konzentrieren. Rückblickend ist es schade, dass ich keine Führungsposition angestrebt habe.

Politikbrief: Welchen Wunsch/Traum möchten Sie in der nächsten Zeit realisieren?

Gabriela Otto: Ich möchte gerne mehr reisen und mehr von der Welt sehen. Mein nächstes Ziel ist eine Kreuzfahrt nach Skandinavien, um die Polarlichter zu sehen.

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