Mindestlohn erneut in der öffentlichen Diskussion

6. August 2018

Wie hoch steigt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland? Die zuständige Expertenkommission empfiehlt eine Steigerung auf 9,35 Euro bis 2020. Bei Randstad Deutschland liegt die Entlohnung in der untersten Tarifgruppe bereits heute darüber.

Mindestlohn erneut in der öffentlichen Diskussion

Die sogenannte „Mindestentgeltkommission“ aus Vertretern von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Wissenschaftlern empfiehlt eine Anhebung von aktuell 8,84 Euro auf 9,19 Euro zum 1. Januar 2019. Am 1. Januar 2020 würde der Mindestlohn dann erneut auf 9,35 Euro pro Stunde angehoben werden.

Für die Zeitarbeitsbranche verändert sich durch die Vorschläge der Kommission zunächst nichts, denn der Branchentarifvertrag sieht bereits heute eine höhere Entlohnung vor. „In der niedrigsten Entgeltgruppe des Branchentarifvertrages liegt der Stundenlohn bereits heute bei 9,27 Euro in den neuen Bundesländern und 9,49 Euro in den alten Bundesländern. Zum 01.01.2019 wird der Tariflohn in den neuen Bundesländern sogar an den der alten Bundesländer angeglichen sein“, erklärt Hans Christian Bauer, Director Social Affairs bei Randstad Deutschland.

Der Vorschlag der Expertenkommission orientiert sich an der Entwicklung der Tariflöhne, kann aber von den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes abweichen. Diesen Spielraum nutzt das Gremium, so Hans Christian Bauer von Randstad Deutschland:

„Die Kommission geht mit ihrer Empfehlung, den Mindestlohn in zwei Stufen um insgesamt 5,8 % zu erhöhen, über den vom statistischen Bundesamt errechneten Wert hinaus. Dies wird für die Arbeitgeber in einigen Branchen sicher eine erhebliche Herausforderung darstellen.“ 

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