Neue Serie: „Ich für Sie – Geschichten aus der Randstad Arbeitswelt“

24. April 2013

Die Vielfalt der Tätigkeiten in einem Zeitarbeits-Unternehmen ist weit ausgeprägter, als der nüchterne Begriff es erwarten lässt. In einem eigenen Projekt mit dem Titel „Ich für Sie!“ der Region Süddeutschland bei Randstad sowie aus dem Bereich Arbeitsmarktprojekte der Randstad Akademie entstand eine Sammlung von Erfahrungsberichten, wie es sie so bisher nicht gegeben hat.

Die einzelnen Beiträge zeigen Chancen und Tätigkeitsfelder der Zeitarbeit für Bewerberinnen wie für Bewerber. Sie machen die Vielfalt der Tätigkeiten und die Wichtigkeit der Arbeit im Rahmen der Dienstleistung Zeitarbeit aus Sicht derer anschaulich, die sie täglich zu einem Teil ihres (Arbeits-)Lebens machen. Und sie führen zu Begegnungen mit Menschen, für die Dienstleistungsbereitschaft und Flexibilität etwas ganz selbstverständliches ist. In dieser und den folgenden Ausgaben finden Sie an dieser Stelle Auszüge aus den Berichten.

Chancen auch im Alter nutzen – ein Interview mit Rosa Ritter

Rosa Ritter ist 71 Jahre alt und seit rund 14 Jahren bei Randstad in München. Eine sehr nette ältere Dame mit viel Elan, die einfach noch Spaß an der Arbeit hat und sich freut, dass sie ihr Wissen mit in den Beruf einbringen kann. Das besondere an Rosa Ritter ist, dass sie trotz ihres Alters noch immer arbeitet. Die Firma, bei der sie tätig ist, hat ihr zugesagt, dass sie so lange dort bleiben kann, bis sie selbst nicht mehr möchte. Davon ist auch der Randstad Betriebsrat begeistert.
Im Interview berichtet Rosa Ritter über ihre Erfahrungen und Entscheidungen.

Frau Ritter, was haben Sie gemacht bevor Sie zu Randstad kamen?

Frau Ritter: Ich habe in einem Lokal in München als Köchin gearbeitet.

Welche Ausbildung haben Sie?

Frau Ritter: Ich bin ausgebildete Köchin.

Warum haben Sie sich bei einem Zeitarbeitsunternehmen beworben? Wie haben Sie zu Randstad gefunden?

Frau Ritter: Ich wollte keine Schichtarbeit mehr machen, keine Arbeit mehr am Wochenende. Einfach leichtere Arbeit, auch mit etwas weniger Verantwortung und Stress. Durch eine Bekannte bin ich auf Randstad aufmerksam geworden.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Frau Ritter: Die Arbeitszeiten sind von 5:30 Uhr bis 13 Uhr. Ich verrichte Kantinenarbeit, bereite Brotzeiten und Salate vor. Natürlich gehört auch Saubermachen dazu. Sehr schnell wurde meinen Vorgesetzten bewusst, dass ich mehr kann, als nur die üblichen Tätigkeiten, wodurch ich weitere Aufgaben bekommen habe.

Was schätzen Sie besonders an Ihrem derzeitigen Einsatz?

Frau Ritter: Es läuft alles reibungslos, ich bin einfach zufrieden. Man nimmt zwar Rücksicht auf mich, behandelt mich aber nicht wie ein „Altes Eisen“. Alles in allem kann ich sagen „good to know you“.

Wie ist der Umgang untereinander? Kommen Sie gut zurecht mit Ihren Kollegen?

Frau Ritter: Das Arbeitsklima ist bestens und ich werde auch mal um Rat und Hilfe gefragt.

Was bewegt Sie dazu, noch immer für uns zu arbeiten?

Frau Ritter: Ich arbeite einfach gern, bin es auch gewohnt, weil ich schon immer gearbeitet habe.

Gab es eine Möglichkeit, fest von einem unserer Kunden übernommen zu werden?

Frau Ritter: Die gab es, allerdings konnte die Firma ihren Auftrag nicht ausführen, wodurch die Stelle gestrichen wurde, bevor ich sie beginnen konnte.

Wie hat Ihr Umfeld reagiert, dass Sie all die Jahre für eine Zeitarbeitsfirma gearbeitet haben?

Frau Ritter: Das war nie ein Thema.

Wiedereinstieg ins Berufsleben mit fast 60 – im Dialog mit Kurt Neuer

Kurt Neuer hat sich im August 2011 auf eine Stellenausschreibung von Randstad beworben. Im Vorstellungsgespräch wurde sehr schnell deutlich, dass seine Qualifikationen hervorragend zu der Anfrage eines Kundenunternehmens passten. Da sich Kurt Neuer einverstanden erklärt hat, ihn für diesen Einsatz vorzuschlagen, wurde sein Profil an das Kundenunternehmen weitergeleitet und es kam zu einem Vorstellungsgespräch. Relativ schnell wurde klar, dass er der richtige Bewerber für das Kundenunternehmen ist.

Mittlerweile wurde Kurt Neuer übernommen und hat der Randstad Niederlassung in Mainz einen Brief geschrieben – anbei ein Auszug:

„… Bei dieser Gelegenheit möchte ich es nicht versäumen, mich bei Ihnen zu bedanken. Ich war einer der wohl vielen, der nicht sehr positiv über Zeitarbeitsfirmen dachten. Geprägt von wenig Erfahrung und viel Gerede. Als ich zu Ihnen kam, war dies mit gemischten Gefühlen verbunden.
Sie haben mich freundlich, unvoreingenommen und fair aufgenommen, trotz meiner fast 60 Jahre. In diesem Alter, nach langer Arbeitssuche, noch einmal einen Einstieg in das Arbeitsleben zu finden, ist nicht einfach. Durch Sie konnte ich meine Erfahrung und meinen Arbeitswillen demonstrieren, was dann wohl zu meiner Übernahme geführt hat. Sie hatten für alle Engpässe und Wünsche auf meiner Seite eine freundliche Lösung.
Seien Sie sicher, dass Sie in mir künftig einen vorbehaltlosen Fürsprecher haben werden. Ich danke Ihnen sehr!“

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