Recht: Vertragsgrundlagen zwischen Mindestanforderungen und Pragmatismus

15. August 2014

Die Zusammenarbeit zwischen der Randstad Deutschland GmbH & Co. KG bzw. einer konzernzugehörigen Gesellschaft und einem Kundenunternehmen bedarf stets einer vertraglichen Grundlage. Für jede der angebotenen Personal- und Servicedienstleistungen steht daher ein entsprechender Standardvertrag zur Verfügung.

So bietet die Randstad Deutschland GmbH & Co. KG insbesondere folgende Verträge an:

  • Den Rahmen- bzw. Arbeitnehmerüberlassungsvertrag, der die Überlassung von Arbeitnehmern zum Gegenstand hat,
  • Den Vertrag zur Masterfunktion bei Arbeitnehmerüberlassung, durch welchen die Randstad Deutschland GmbH & Co. KG mit der Koordination, Betreuung und Abwicklung der gesamten Arbeitnehmerüberlassungsvorgänge im Kundenunternehmen beauftragt wird,
  • Den hier anknüpfenden Co-Lieferantenvertrag, welcher die Vorgaben aus dem Vertrag zur Masterfunktion in das Verhältnis zu den beim Kunden als Auftraggeber vorhandenen weiteren Personaldienstleistern überträgt,
  • Den Vertrag über Randstad Inhouse-Services, durch welchen eine Vor-Ort-Betreuung der überlassenen Arbeitnehmer durch internes Randstad Personal und damit eine ständige Ansprache sowie besondere Flexibilität gewährleistet wird sowie
  • Den Vertrag zur Personalvermittlung, der die Grundlage für die Beauftragung zur Suche und Vermittlung von Personal bildet. 
  • Inhalt und Umfang der Verträge variieren in Abhängigkeit von der Art der jeweiligen Dienstleistung mitunter erheblich. Beim Entwurf derartiger Standardverträge sind gesetzliche Anforderungen sowie zwingend zu regelnde kaufmännische und operative Bedingungen, aber eben auch das bestehende Interesse an geringem administrativem Aufwand zu berücksichtigen. Die vorhandenen, stellenweise divergierenden Interessenlagen gilt es dabei in Einklang zu bringen.

Die sich stetig und schnell ändernden rechtlichen, aber auch konzerninternen Vorgaben, machen eine Anpassung der Standardverträge immer wieder erforderlich. Dabei tritt auch das beschriebene Spannungsverhältnis regelmäßig zu Tage. Aber auch das auf operativer Ebene bestehende Interesse an Flexibilität und Pragmatismus wird zum Anlass genommen, die Verträge zu überprüfen. So wurden erst kürzlich sämtliche Standardverträge sorgfältig  überarbeitet. Dabei wurde der Umfang der Verträge - nicht zuletzt auch im kundenseitigen Interesse - erheblich reduziert. Des Weiteren wurden die unterschiedlichen Vertragsarten teilweise miteinander kombiniert. Angebotene Leistungen aus dem Randstad Portfolio können daher optional „zugeschaltet“ werden, ohne dass hierzu der Abschluss weiterer separater Verträge erforderlich ist.

Selbstverständlich werden sämtliche Vertragsdokumente auch zukünftig Gegenstand ständiger interner Kontrollen und Überprüfungen sein, um neben der bestehenden sehr hohen Dienstleistungsqualität auch weiterhin eine sehr hohe Qualität der vertraglichen Standards zu gewährleisten. Denn dies liegt im Interesse beider Vertragsparteien, der Randstad Deutschland GmbH & Co. KG auf der einen und des jeweiligen Kundenunternehmens auf der anderen Seite.

 ZUR PERSON:

Steffen Völp, Rechtsanwalt in Frankfurt Main ist – nach seiner Tätigkeit für die Bundesagentur für Arbeit – seit Anfang 2011 als Legal Counsel bei der Randstad Deutschland GmbH & Co. KG tätig. In dieser Funktion steht er für rechtliche Beratung rund um das Serviceportfolio der Randstad Deutschland GmbH & Co. KG zur Verfügung, insbesondere im Arbeits- und Vertragsrecht.

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