Smartphones etablieren sich als Spiele-Plattform

24. Juni 2013

Smartphones und Tablets dienen immer häufiger als Spiele-Plattform. Jeder dritte Gamer (34%) spielt mittlerweile auf seinem Mobiltelefon. Das entspricht über acht Millionen Deutschen.

Damit wird das Smartphone hinter dem Computer und der Spielkonsole am häufigsten zum Spielen genutzt. Zum Vergleich: Nur jeder zehnte Gamer spielt mit einer mobilen Spielkonsole – also einem Gerät, das speziell hierfür entwickelt wurde. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von SponsorPay. „Smartphones haben sich als Spiele-Plattform fest etabliert“, sagt Tobias Arns, Gaming-Experte beim Bitkom. „Eine große Auswahl an Spielen, geringe Kosten und die einfache Bedienung machen Smartphones zum attraktiven Spiele-Gerät.“

Pausen „unterhaltsam und lehrreich nutzen“
Bei der täglichen Nutzung liegt das Mobiltelefon sogar vor anderen Plattformen auf Platz eins. Rund jeder vierte Gamer spielt mindestens einmal am Tag mit seinem Smartphone. Desktop Computer und Laptops werden dagegen von nur knapp 13% der Spieler täglich genutzt, die klassische Spielkonsole sogar von nur 3%. „Mit Smartphone-Spielen lassen sich die täglichen Pausen, etwa im Wartezimmer oder an der Bushaltestelle, unterhaltsam und durchaus auch lehrreich nutzen“, sagt Arns.

Auch der Tablet Computer wird immer häufiger zum Spielen genutzt: Jeder zehnte Gamer (11%) greift täglich auf ihn zurück. Insgesamt spielen 60% von ihnen mehrmals in der Woche auf einem Tablet Computer. „Immer mehr Menschen, die bisher keine Computerspiele gespielt haben, installieren sich auf ihren Smartphones und Tablet Computern Spiele-Apps. Mobilgeräte erreichen dadurch ganz neue Spielergruppen“, erklärt Arns. 

Spieler bevorzugen Gehirn-Jogging auf dem PC

Dabei geht es nicht nur um Zeitvertreib oder eine kurze Abwechslung. Viele Spieler suchen ernsthafte, geistige Herausforderungen. Das ergab schon vor drei Jahren eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Aris im Auftrag des Bitkom. Mit etwa 30% am beliebtesten sind demnach Denk-, Strategie- und Management-Spiele.


Lediglich bei Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren liegen die Action-Games vorne (32%), ab 20 dominieren Denk- und Strategiespiele. „Das Klischee vom dummen Rumballern am PC oder der Spielkonsole sollte allmählich revidiert werden“, sagte der damalige Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. „Viel häufiger nutzt man Spiele, die geistig fordern, soziale Kontakte fördern oder die Phantasie anregen.“

Denksport schlägt Action

Actionspiele landen mit deutlichem Abstand (22%) hinter den Denk- und Strategiespielen auf dem zweiten Platz. 18% der Deutschen nutzen so genannte Casual Games, also einfache Gelegenheitsspiele wie Memory oder Puzzeln zur gelegentlichen Zerstreuung.


In Rollenspielen und virtuellen Welten fühlen sich 9% der Gamer wohl. Bei Fitnessspielen verausgaben sich inzwischen immerhin 5%. Simulationsspiele (4%) und Jump’n Run-Spiele (3%) belegen die hinteren Plätze. Jeder sechste Befragte geht zum Spielen ins Internet.

Unterschiedliches Verhalten bei Frauen und Männern

Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen entscheiden sich nur halb so häufig wie Männer für Actionspiele. Egoshooter & Co. kommen lediglich bei knapp 15% der Frauen, aber bei 29% der Männer gut an. Umgekehrt begeben sich Frauen sehr viel häufiger (13%) als Männer (5%) in virtuelle Welten oder nutzen die neuen Social Games (10 zu 6%). Social Games werden über Internet Communities wie StudiVZ oder Facebook gespielt.

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