Vier Mythen über Millennials

17. April 2018

Sie sind verwöhnt, freizeit-orientiert und technologie-besessen. Das sind nur ein paar der Eigenschaften, die Millennials – den Geburtenjahrgängen 1980 bis 2000 – zugeschrieben werden. Müssen Unternehmen ihr Employer Branding daran anpassen? Neue Studien räumen damit auf.

Millennials

Ein großer Teil der Millennials, auch Generation Y genannt, ist bereits fest im Arbeitsleben verankert. In vielen Branchen konkurrieren Unternehmen um die jungen Talente. Oftmals heißt es, dass die Ansprüche der Millennials sich grundlegend von denen ihrer Vorgänger unterscheiden. Deshalb rauchen in HR-Abteilungen die Köpfe: Was muss ein Arbeitgeber bieten, um die Young Professionals für sich zu gewinnen?

Neue Umfragen widerlegen nun die Pauschalurteile über die Generation Y. Eine so vielfältige, heterogene Gruppe könne nicht auf einen Nenner gebracht werden.

Mythos 1: Millennials ist Freizeit am wichtigsten

Millennials legen Wert auf eine gute Work-Life-Balance. Was im Umkehrschluss aber nicht heißt, dass sie weniger arbeiten wollen. Die Herangehensweise ist eine andere. Sie wollen in kürzerer Zeit effektiv mehr erreichen. Unter den wichtigsten Werten und Zielen der Generation Y rangieren laut einer Erhebung des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft in Düsseldorf Familie, Freunde und soziale Kontakte, gefolgt von Erfolg und Karriere. Erst danach nennen sie ausreichend Freizeit.

Mythos 2: Millennials wollen ständig Lob

In einer aktuellen IBM-Studie behauptet die Mehrheit der Millennials, einen Chef zu haben, der fair und zuverlässig ist. Nur 29 Prozent gaben an, dass sie nach Lob für Leistungen suchten. Das entlarvt sicherlich den Mythos, dass die Millennials vor allem gelobt werden wollen. Sie fordern allerdings aktiv eine offene Feedback-Kultur ein.

Mythos 3: Millennials sind technologiebesessen

Millennials sind mit dem Internet und Computern aufgewachsen. So ist es nur natürlich, dass Technologie auch ein wichtiger Teil ihres Arbeitslebens ist. Wenn es jedoch um die Kommunikation mit den Kollegen geht, geben nur 39 Prozent an, dass sie E-Mails und Textnachrichten bevorzugen.

Mythos 4: Millennials stehen für Globalismus

Die Generation Y ist in Zeiten der Globalisierung groß geworden. Viele Unternehmen sind international mit Standorten vertreten. Arbeiten von überall auf der Welt aus, das ist mittels neuester Technologien möglich. Doch Arbeiten im Ausland, das ist für den Großteil der Millennials kein Lebensziel, wie eine Monster-Studie „World of Work“ bestätigt. Nur etwa ein Viertel (27 Prozent) ist daran interessiert.

Generationen differenziert betrachten

Für Unternehmen ist es wichtig zu wissen, welche Schlüsselfaktoren bei der Arbeitgeberwahl eine Rolle spielen. Neueste Ergebnisse dazu bietet die Studie Randstad Employer Brand Research, deren Ergebnisse im Mai veröffentlicht werden.

Generationen müssen differenziert betrachtet werden. Menschen unterscheiden sich in ihrer Persönlichkeit, ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten. Das gilt für die Millennials ebenso wie für deren Vorgänger. Auch wenn man Trends zwischen den Generationen beobachten kann, sollte Personalarbeit immer dem einzelnen Menschen Rechnung tragen.

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