VLogging bringt Glaubwürdigkeit ins Firmenporträt

1. Februar 2017

Mit der Kamera in der Hand stellt ein Randstad Consultat seinen beruflichen Alltag live vor. Lebenswirklichkeit ersetzt Model-Welten beim Employer Branding.

Samuel-Karker

„Es ist Dienstagmorgen. Es geht los. Ab nach Mannheim.“ Gestreiftes Hemd, blaue Krawatte, dunkler Anzug: Samuel Karker, Consultant in der dortigen Randstad-Niederlassung blickt in die Kamera. Keine „Sonnenschein, alles wird gut“-Miene im Gesicht, sondern die gespannte Aufmerksamkeit, die innere Konzentriertheit, mit denen wohl die meisten Menschen sich ihrem Arbeitstag nähern.

Realität prägt Unternehmensfilme

Der Stil des kurzen Films, der neben einigen anderen jetzt auf Youtube abrufbar ist, unterscheidet sich bewusst von den Heile-Welt-Marketing-Clips, von denen die Welt schon zu viele gesehen hat. „Wir wollen wegkommen von gestellten und gestylten Unternehmensfilmen und glaubwürdige Szenen zeigen“, erläutert Fridjof Lahde, Communication Specialist bei Randstad Deutschland in Eschborn. Es geht ihm darum, den Alltag eines Consultants begreifbar darzustellen. Dazu gehören authentische Darsteller, eine natürliche, echte Sprache und die Abbildung einer Wirklichkeit, die nicht nur glatte Oberflächen bereithält.

Brückenschlag in die Fachwelt

Für die Zuschauer öffnet sich gleichzeitig der Zugang zu einer hoch spezialisierten Arbeitswelt. Dabei entschlüsselt die Regie zum Beispiel dort übliche Fachbegriffe wie „PV-Telefonie“, bei der die Abkürzung für „Personalvermittlung“ steht – nicht, wie in anderen Branchen, für „Photovoltaik“. Oder sie spricht Qualitätsaspekte an, die nicht im Mittelpunkt stehen, aber zum Gesamtbild beitragen: Am Donnerstag etwa widmet sich Hauptdarsteller Karker der Arbeitssicherheit. Wo sind die Verbandskästen? Wo die Fluchtwege? Randstad Mitarbeiter im Kundeneinsatz erhalten regelmäßig eine Unterweisung zu Fragen der Arbeitssicherheit. Darum kümmern sich die Consultants regelmäßig persönlich.

Aus dem Leben gegriffen

Unter dem Projekt „VLogging“ hat es sich der Kommunikationsbereich des Personaldienstleisters zum Ziel gesetzt, die alltägliche Realität der Arbeit eines Vertriebsmitarbeiters einzufangen und für die Betrachter erlebbar zu machen. Darum kommen auch keine Schauspieler zum Einsatz. Auf der Suche nach einem film-affinen Kollegen fand Fridjof Lahde Anfang des vorigen Jahres Samuel Karker aus Mannheim. Zur Begleitung seines Alltags bekam er eine Woche eine Kamera an die Hand und legte los. Auch beim Consultant Congress in Berlin war die Kamera sein treuer Begleiter.

Einsatz in der Personalakquise

Die Videos, die inhaltlich in die Arbeitstage von Montag bis Freitag aufgeteilt sind, stehen nicht nur zufälligen Besuchern auf Abruf zur Verfügung. Randstad bindet sie zum Abruf auch in Stellenanzeigen ein. Sie sollen potenziellen Kandidaten ein Gefühl für ihren Aufgabenbereich im Vertrieb beim Personaldienstleister Randstad geben. Der emotionale Faktor kommt dabei nicht zu kurz. „Ich würde mich total freuen, wenn ich eines Tages einmal einen Kollegen treffe, der sagt: Ich kenn‘ dich doch von dem Video“, meint Samuel Karker.

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