Was tun, um erwerbsfähig zu bleiben?

8. August 2018

Mehr als jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland besucht Weiterbildungen, um mit den Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt Schritt zu halten. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Randstad Employer Brand Research 2018.

Wie bleiben Arbeitnehmer erwerbsfähig?

Sind Arbeitnehmer bereit für die Digitalisierung? Immerhin 40% der Personalleiter in Deutschland sehen ihre Angestellten nicht auf die Anforderungen der digitalisierten Welt vorbereitet. Was tun Mitarbeiter, um in der sich verändernden Arbeitswelt mitzuhalten?

53% sehen sich als offen für Veränderungen

„Die Arbeitswelt befindet sich mitten im Umbruch. Zahlreiche Stellenprofile werden sich verändern. Für jeden Arbeitnehmer bedeutet das Risiken, aber auch Chancen“, so Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad Akademie. Um diese Chancen zu erkennen und zu nutzen, versucht über die Hälfte der Arbeitnehmer, möglichst aufgeschlossen für Veränderungen zu sein – eine wichtige Voraussetzung, um diese Veränderungen mitzugestalten. 

43% sind bereit für flexible Arbeitszeiten

Flexible Arbeitszeitmodelle sind in Deutschland beliebt. 43% der Arbeitnehmer sind bereit, flexibel zu arbeiten und beispielsweise auch nach Feierabend Mails zu beantworten, wenn es dem beruflichen Fortkommen dient. Wenn flexible Arbeitszeitmodelle gut umgesetzt werden, sollten sie keine zusätzliche Belastung für den Arbeitnehmer bedeuten. Die Antworten legen aber nahe: Arbeitnehmer empfinden flexible Arbeitszeiten häufig als Mehrleistung und nehmen sie vor allem dann auf sich, wenn sie sich davon Vorteile versprechen.

35% bilden sich neben dem Beruf weiter

35% der Befragten geben an, neben der Arbeitszeit Schulungen und Kurse zu besuchen. Lebenslanges Lernen ist zum Schlagwort geworden, wenn es für Angestellte darum geht, fit für die digitalisierte Arbeitswelt zu werden. „Da eine technologische Innovation die nächste jagt, hat Wissen ein immer kürzeres Verfallsdatum“, erklärt der Randstad Experte. „Daher ergibt es Sinn, die eigenen Kenntnisse ständig zu erneuern – durch klassische Weiterbildungen, aber auch durch digitale Lernangebote, spielerische Ansätze und mehr“, so Kahlenberg.

Kontaktfreudigkeit steht bei 31% hoch im Kurs

Networking ist ein oft unterschätzter Faktor für beruflichen Erfolg. Die richtigen Personen zu kennen öffnet beim Jobwechsel und im Berufsalltag viele Türen. Dr. Christoph Kahlenberg hebt hervor, welche Bedeutung Kontaktfreude für das berufliche Vorankommen besitzt: „Zahlreiche Arbeitnehmer erledigen ihr Networking am Computer. Aber der persönliche Kontakt lässt sich online nicht ersetzen. Gefragt ist nicht eine große Visitenkartensammlung, sondern belastbare zwischenmenschliche Beziehungen.“

Für 21% schafft ein Jobwechsel neue Perspektiven

Geht es auf der Karriereleiter nicht weiter, bleibt Arbeitnehmern immer noch der Jobwechsel. Ein Wechsel des Arbeitgebers oder des Berufsbildes eröffnet unter Umständen ganz neue Chancen – insbesondere heutzutage, da Unternehmen Schwierigkeiten haben, ausgebildete Fachkräfte für begehrte Stellen zu finden. „Quereinsteiger, die ihre Kenntnisse berufsbegleitend erweitert haben, soziale und digitale Kompetenzen demonstrieren, sind ebenso gefragt wie Fachkräfte mit Universitätsabschluss. Daher lohnt es sich für Arbeitnehmer, über den Tellerrand hinaus zu blicken und sich beruflich eventuell komplett zu verändern“, so Kahlenberg – der selbst übrigens Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie studiert hat, bevor er zu Randstad Deutschland kam.

Über die Studie Randstad Employer Brand Research

Die vorgestellten Daten stammen aus der Studie Randstad Employer Brand Research, die jedes Jahr in 26 Ländern weltweit durchgeführt wird. Für den Länderreport Deutschland wurden über 4.300 Arbeitnehmer und Arbeitsuchende im Alter zwischen 18 und 65 online befragt. Drei Elemente stehen dabei im Fokus: der Bekanntheitsgrad und die Attraktivität der abgefragten Unternehmen sowie die einzelnen Schlüsselfaktoren, die einen attraktiven Arbeitgeber ausmachen.

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