Wegweiser zum Aufstieg inklusive

10. April 2014

Zusätzliche Arbeit – oder Gelegenheit, schon frühzeitig effiziente Personalentwicklung zu betreiben? Karrierepläne für Azubis, erstellt von HR, taugen hervorragend zur Motivation.

Die Empfehlung an die Ausbilder ist eindeutig: „Vom Rohdiamanten zum Leistungsträger“ sollen Autohäuser ihre Azubis entwickeln – das empfehlen die Experten der Wirtschaftsgesellschaft des Kraftfahrzeuggewerbes mbH den Fachbesuchern auf der Website autoberufe.de. „Um eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit zu gewährleisten, sollten Sie Ihren Auszubildenden gleich zu Beginn an Ihr Autohaus binden. … Zeigen Sie Ihrem Auszubildenden frühzeitig die konkreten Karrieremöglichkeiten in Ihrem Autohaus und wie er seine Fähigkeiten auch nach der Ausbildung optimal bei Ihnen einbringen kann.“

Nützlich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Nicht anders in der Volksbank Südheide. Deren Trainings-Konzept „TopStart“ bietet nach eigenen Angaben sowohl für die Auszubildenden und als auch die Bank „viele Vorteile“. Gleich nach der Ausbildung werden die jungen Angestellten gezielt gefördert: „Eine Möglichkeit ist beispielsweise ein individuell abgestimmter Karriereplan, der die Mitarbeiter in den folgenden Jahren begleitet.“

Mit Coachings, Training-on-the-Job und Seminaren sorgt die Bank dafür, dass das einmal Gelernte auf dem aktuellen Stand bleibt und das Talent-Kapital der Mitarbeiter Zinsen trägt. „Als Bank vor Ort empfinden wir es als eine unserer wichtigsten Aufgaben, jungen Menschen aus unserer Region eine berufliche Perspektive zu bieten und sie auf ihrem Karriereweg zu begleiten“, sagte dazu 2013 Vorstandsmitglied Bernd Williges anlässlich der Übernahme von Azubis seines Hauses nach erfolgter Prüfung.

Aufwand macht sich bezahlt

Selbst bei Unternehmen aus der Lebensmittelproduktion hat das Bewusstsein für den Wert einer individuellen Laufbahnplanung Fuß gefasst. „Richtig stolz sind wir darauf, dass wir Mitarbeitern im Schichtbetrieb Freiraum zur Weiterbildung öffnen können“, sagt Dagmar Baldus, Personalleiterin bei der Käserei Champignon und macht deutlich, wie sich die Mühe eines solchen Plans für das Unternehmen wie für seine Mitarbeiter auszahlt.

„So konnte sich einer unserer Industriemechaniker zum Meister und später zum technischen Betriebswirt weiterbilden. Für uns war es selbstverständlich, dieses hohe Engagement zu honorieren“, so Baldus. „Wir haben ihm eine verantwortungsvolle Position im Controlling angeboten, die er heute erfolgreich ausfüllt.“

Verlässliche Navigation

Karrierepläne sind das tägliche Brot einer Personalabteilung, die in Kooperation mit anderen operativen Bereichen die Zukunft ihres Unternehmens gestaltet. Nach innen dienen sie der Gestaltung und Zuordnung von Maßnahmen der Personalentwicklung. Nach außen signalisieren sie Mitarbeitern deren Möglichkeiten und Perspektiven.

Bei Auszubildenden machen sie die längerfristigen Optionen sichtbar und dienen dazu, spätere Spezialisierungen anzudeuten bzw. Ziele und deren Zeitrahmen zu skizzieren. Bei Fachkräften formen und verändern sich die Karrierepläne analog zur Unternehmensentwicklung und den individuellen Zielvereinbarungen. In den Händen einer konsequent strategisch arbeitenden Personalabteilung sind sie Routenplaner und Navigationshilfe zugleich. Im jährlichen Zielgespräch (LINK zum Artikel „Reif für konkrete Ziele“) werden die Wegmarken bekräftigt oder angepasst.

investor relations