Wenn der Chef eine Facebook-Einladung schickt

31. Juli 2018

Die Ergebnisse des Randstad Arbeitsbarometers zeigen: Bis zu 48% der Arbeitnehmer sind auf Plattformen wie Instagram oder Facebook persönlich mit ihren Vorgesetzten vernetzt. Ist das eine gute Idee?

Wenn der Chef eine Facebook-Einladung schickt

Immer mehr Angestellte in Deutschland sind auch auf ihren privaten Profilen mit ihren Vorgesetzten verbunden. Bei einigen von ihnen mag es sich um echte Freundschaften am Arbeitsplatz handeln. Andere versprechen sich von der Vernetzung Vorteile auf der Karriereleiter – oder können nur nicht nein sagen, wenn der Vorgesetzte eine Freundschaftseinladung verschickt.

Mit dem Chef privat befreundet zu sein, hat auch Nachteile

„Etwa 60 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten in kleinen oder mittleren Unternehmen, in denen vielleicht ein eher familiäres Klima herrscht. Aber auch in größeren Unternehmen vernetzen sich Angestellte aus verschiedenen Gründen mit ihren Chefs“, erklärt Petra Timm, Director Group Communications bei Randstad Deutschland, mögliche Beweggründe für Arbeitnehmer. „Aber dennoch sollten Privatleben und Beruf nicht komplett miteinander verschmelzen. Und über soziale Medien sehen Vorgesetzten eine Menge an persönlichen Details, die man als Mitarbeiter im direkten Gespräch vielleicht nicht mitteilt.“

Freundschaftsanfrage vom Chef – was jetzt?

Wie sollten sich Angestellte verhalten, wenn der Vorgesetzte eine Freundschaftsanfrage für Facebook, Instagram oder andere Social-Media-Plattformen verschickt? „Wenn Arbeitnehmer die Freundschaftseinladung ablehnen wollen, suchen sie am besten vorher das persönliche Gespräch und erklären in wenigen Worten, warum. Vorgesetzte sollten aber grundsätzlich immer Verständnis für die Trennung von Beruf und Privatleben haben.“, gibt Randstad Expertin Petra Timm zu bedenken.

Über die Hälfte sind online mit Kollegen befreundet

52% der befragten Arbeitnehmer sind in den sozialen Netzwerken auch mit ihren Arbeitskollegen verbunden. „Wer mit den Kollegen vernetzt ist, hat es unter Umständen schwieriger, die Einladung vom Vorgesetzten abzulehnen“, so Timm. „Daher gilt: Wer Arbeit und Privatleben trennt, macht das idealerweise ganz konsequent.“

Über die Online-Umfrage

Die dargestellten Ergebnisse stammen aus dem Randstad Arbeitsbarometer. Die Online-Umfrage wird in 33 Ländern vierteljährlich durchgeführt. In Deutschland wurden 400 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren aus unterschiedlichen Branchen befragt.

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