Wie kann HR mit der Digitalisierung mithalten?

24. Mai 2018

Die Digitalisierung kommt auch in den Personalabteilungen immer stärker an und sorgt für manche Unsicherheit. Auf der einen Seite bieten Künstliche Intelligenz und Automatisierung große Potenziale, auf der anderen Seite befürchten Unternehmen einen hohen Aufwand und Risiken durch die neuen Technologien.

81% der Personalleiter haben laut der „Talent Trends“-Studie von Randstad Sourceright ein gutes Gefühl bei der Nutzung digitaler Tools im Personalwesen. So ermöglicht beispielsweise die wachsende Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) im Recruiting, passende Kandidaten schneller und kostengünstiger zu finden und anzuwerben. Arbeitgeber versprechen sich davon mehr Qualität in ihren HR-Prozessen: 70% der Befragten sind der Meinung, dass sie durch neue Technologien bessere Personalentscheidungen treffen.

Kommende Digitalisierungspotenziale sehen

Gleichzeitig müssen Arbeitgeber schon heute abschätzen, welche Tätigkeiten in Zukunft von Maschinen übernommen werden können und welche Aufgaben die Mitarbeiter leisten  werden. Dafür braucht auch die Personalabteilung ein Verständnis für die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung, um langfristig planen zu können. Wie das Randstad Whitepaper „Digitalisierung der Arbeit“ und Studien von Experten zeigen, können Maschinen Mitarbeitern über alle Unternehmensbereiche hinweg helfen, ihre Arbeit effizienter zu erledigen.

Für Innovationen interessieren

Um vorausschauende Entscheidungen treffen zu können, brauchen Unternehmen ein Gespür dafür, welche Innovationen in ihrem Sektor relevant werden. Investitionen in Personal und Technologie gilt es sorgfältig abzuwägen. Für Arbeitgeber ist es notwendig, die Augen offen zu halten und Entwicklungen zu erkennen, die einen Einfluss auf die Belegschaft und auf deren Arbeit haben könnten.

Von Erfahrungen profitieren

Ob es um neue Produktionsprozesse oder Tools für automatische Rechnungsverwaltung geht:  Innovationen, die anderen Abteilungen nützen, sollten auch für Personalentscheider kein Fremdwort sein. Sie können von den Erfahrungen anderer Führungskräfte profitieren, die ihre Produktivität mit Technologie verbessert haben. Digitalisierung ist ein unternehmensweiter Prozess – der Erfahrungsaustausch im Unternehmen wird dadurch immer wichtiger, um keine „Technologiesilos“ zu schaffen.

Die Digitalisierung nachhaltig planen

Technologie erfüllt immer mehr Aufgaben, die bisher durch Menschen erledigt wurden. Aber auch digitalisierte Aufgaben benötigen immer noch menschliche Unterstützung in Form von hochqualifizierten IT-Spezialisten. Diese Spezialisten zu finden oder die eigenen Mitarbeiter für neue Aufgaben zu qualifizieren ist eine der größten Herausforderungen der Digitalisierung.

Einen Digitalbeirat gründen

Wenn Digitalisierungsmaßnahmen ohne aktive Einbindung der Mitarbeiter umgesetzt werden, läuft man Gefahr, damit ein negatives Betriebsklima zu erzeugen. Unternehmen sollten daher ihre Angestellten auf dem Weg in die Zukunft abholen. Ein Beirat aus Führungskräften und Arbeitnehmervertretern kann helfen, Automatisierung und Künstliche Intelligenz in der Belegschaft positiv zu verankern. Außerdem sollten Arbeitgeber im Kopf behalten: Menschliche Erfahrung im Umgang mit Tätigkeiten führt zu Kooperation und Innovation und somit zur Prozessverbesserung. Ohne die praktische Expertise der Mitarbeiter wird es schwer, Tätigkeiten wirklich effizient zu digitalisieren.

Fazit: Kein modernes Personalwesen ohne Digitalisierung!

Unternehmen sollten die Rolle von Technologie heute schon frühzeitig in alle strategischen Entscheidungen einbeziehen – auch im Personalwesen. Die Schaffung und richtige Besetzung von Stellen wird immer stärker zur Technologiefrage. Die „Talent Trends“-Studie bestätigt: HR-Profis weltweit schätzen den Stellenwert von digitalen Tools sehr hoch ein und versprechen sich Vorteile im Recruiting. Ohne langfristige Digitalisierungsstrategie und einen Blick über den Tellerrand ist ein modernes Personalwesen kaum noch denkbar.

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