Was bringt der elektronische Entgeltnachweis ELENA?

18. Januar 2010

Seit Beginn des neuen Jahres müssen Arbeitgeber jeden Monat sämtliche Gehaltsdaten ihrer Mitarbeiter an die „Zentrale Speicherstelle“ bei der Deutschen Rentenversicherung senden.

Grundsätzlich müssen der Beginn des Arbeitsverhältnisses, die Steuerklasse, die vertraglich festgelegte Arbeitszeit sowie die Höhe des Einkommens und die Abzüge für Steuern und Versicherungen angegeben werden. Darüber hinaus gehören Name und Anschrift des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers sowie dessen Geburtsangaben zu den Pflichtdaten.

Ziel ist es, Bürokratie und Papierverschwendung zu vermeiden, Zeit und Kosten zu senken. Jährlich werden von Arbeitgebern ca. 60 Millionen Bescheinigungen ausgestellt, die die Beschäftigungsdauer und das Einkommen von ehemaligen Mitarbeitern belegen. Diese werden beispielsweise zum Beantragen von Arbeitslosen- oder Wohngeld benötigt. Mit ELENA kann das nun schneller und günstiger geregelt werden. Mehr als 85 Millionen Euro sollen Unternehmen in Deutschland dadurch einsparen.

Allerdings wird durchaus Kritik an diesem Projekt geübt: So sollen auch Daten erfasst werden, die rechtlich umstritten sind. Dazu gehören unter anderem Fehlzeiten oder Kündigungsgründe. Nach heftiger Kritik u. a. von der FDP und den Grünen werden diese Punkte nun noch einmal gesondert geprüft und verhandelt. Denn laut Gisela Piltz, innen- und kommunalpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, „umfasst ELENA auch Datenfelder, die weit über den reinen Entgeltbezug hinausgehen und damit die Gefahr einer umfassenden Profilbildung der Arbeitnehmer in sich bergen.“

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