Arbeitsmarkt April 2010

4. Mai 2010

Die Arbeitslosigkeit ist im April gesunken und auch die Unterbeschäftigung nahm ab.

Die Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente hat im April Entspannung auf dem Arbeitsmarkt gebracht. Der saisonbedingte Aufschwung im Frühling hat die Zahl der Arbeitslosen im gesamten Bundesgebiet auf 3.406.000 sinken lassen. Das sind 162.000 weniger als im Vormonat. Erwähnenswert an dieser Stelle: Von März auf April 2009 ist diese Zahl aufgrund der Wirtschaftskrise nur um 1.000 gesunken!

Auch wenn die Arbeitslosenzahl abgenommen hat, erhielten im April mehr Menschen Lohnersatzleistungen als zur selben Zeit im Vorjahr. Trotz allem ist, laut Angabe des Statistischen Bundesamts, die Zahl der Erwerbstätigen saisonbereinigt um 10.000 gestiegen.

Aber nicht nur die Zahl der Arbeitslosen hat abgenommen. Auch die Unterbeschäftigung nahm ab und lag jetzt im April auf ähnlichem Niveau wie im April 2009. Unterbeschäftigung bedeutet, dass die Zahl der Arbeitsuchenden die Zahl der offenen Stellen übersteigt.

Insgesamt waren im April dieses Jahres 517.000 Stellen gemeldet. Das waren 4 Prozent mehr als im April des Vorjahres. 89 Prozent dieser Stellen waren sofort zu besetzen. Der Bestand hat in Westdeutschland jedoch zu-, in Ostdeutschland dagegen abgenommen.

Kurzarbeit ist noch immer ein wichtiges Instrument für den Arbeitsmarkt, um Stellenabbau zu verhindern. Jedoch liegt sie mittlerweile weit unter dem Höchstniveau, das im Mai 2009 erreicht wurde.

Nähere Informationen unter Monatsbericht April 2010 der Agentur für Arbeit.

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