Versicherungen sind bei einer Entsendung von Arbeitnehmern in andere Länder nicht immer gleichermaßen gültig.

Die Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland ist heutzutage in vielen Firmen selbstverständlich. Dabei müssen viele Dinge geregelt und beachtet werden. Unter anderem ist es ratsam, die Sozialversicherungen – also Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung, Rentenversicherung Pflegeversicherung sowie Unfallversicherung – vor dem Auslandsaufenthalt auf Laufzeit und Gültigkeit zu prüfen.

Zu Arbeitnehmerentsendungen ins Ausland werden kurze Geschäftsreisen ebenso gezählt wie längere Aufenthalte, die sich über Monate oder sogar Jahre erstrecken. Bei Letzteren ist es vor allem wichtig sicherzustellen, dass die Sozialversicherungen am jeweiligen Arbeitsort gelten. Seit dem 1. Mai 2010 gibt es eine Verordnung der Europäischen Union, die regelt, dass Arbeitnehmer über einen Zeitraum von 24 Monaten ins Ausland entsandt werden dürfen, ohne den Sozialversicherungsträger in ihrem Heimatort wechseln zu müssen. Bisher war dies nur für die Dauer eines Jahres möglich.

Von dieser Regelung ausgenommen sind Saisonarbeiter. Sie müssen seit Mai dieses Jahres ab Arbeitsbeginn in die gesetzliche Sozialversicherung ihres Wohnsitzes wechseln. Arbeitnehmer, die in mehreren EU-Staaten erwerbstätig sind – dazu zählen beispielsweise Fernfahrer –, sind in ihrem Wohnstaat sozialversichert, sofern sie mindestens 25 Prozent ihrer Tätigkeit in diesem ausüben.