Lärm im Büro schadet der Gesundheit

18. August 2010

Ein zu hoher Lärmpegel im Büro lenkt ab, stört konzentriertes Arbeiten und lässt den Blutdruck ansteigen.

Das Telefon klingelt, zwei Kollegen unterhalten sich, der Drucker rattert, in der Ecke spielt ein Radio und vor dem offenen Fenster fährt ein LKW vorbei – in einem Großraumbüro braucht man starke Nerven, um sich nicht ständig von allen Seiten ablenken zu lassen. Markus Meis vom Hörzentrum Oldenburg sagt: „Lärm ist unerwünschter Schall“. Und unerwünscht sind Geräusche dann, sobald sie uns in unserem Wohlbefinden stören.

Meis beschäftigt sich mit Lärmwirkungsforschung und hält einen Lärmpegel von 45 Dezibel in einem Büro für die erträgliche Höchstgrenze. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) setzt zwar 55 Dezibel als nicht zu überschreitenden Wert an, empfiehlt bei konzentrierter Büroarbeit aber maximal 35 bis 45 Dezibel.

Musik beispielsweise kann sehr motivierend sein bei Tätigkeiten, die mehr oder weniger nebenher laufen und keine hohe geistige Anstrengung erfordern. Auch Fließbandarbeit geht laut Arbeitsmedizinern leichter von der Hand wenn Musik läuft. Doch bei Arbeiten, die viel Konzentration benötigen, ist Musik meistens lästig und störend.

Sobald Nebengeräusche als negativ empfunden werden, reagiert der Körper mit erhöhtem Puls und steigendem Blutdruck. Laut Markus Meis wirkt sich das leistungsmindernd und erschöpfend auf den Menschen aus. Um den Lärmpegel im Büro zu reduzieren eignen sich Stellwände und Regale sowie die Platzierung von Kopierern oder Druckern in einem Nebenzimmer. Auch speziell für Besprechungen und Meetings ausgewiesene Räume machen die Arbeitssituation in Großraumbüros angenehmer.

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