Obwohl ihnen für 2010 finanzielle Einbußen vorausgesagt wurden, sind die Gehälter von Führungskräften gestiegen.

Die Managementberatung Kienbaum führte eine Umfrage zu ihrer neuestes Studie zum Thema Vergütung von leitenden Angestellten durch. 6528 Führungskräfte von 731 Unternehmen nahmen an der Befragung teil. Für das laufende Jahr wurde ein Anstieg der Gehälter um 2,3 Prozent festgestellt.

Leitende Angestellte der ersten Ebene verdienen im Schnitt 132.000 Euro im Jahr, die der zweiten immerhin 97.000 Euro. Die Bezugshöhen liegen dabei relativ weit auseinander: sie schwanken zwischen 50.000 und 500.000 Euro. Fast die Hälfte der Befragten hat jedoch ein durchschnittliches Jahresgehalt von 50.000 bis 100.000 Euro. 2009 und 2010 liegen dabei die leitenden Angestellten  im kaufmännischen Bereich mit einem jährlichen Durchschnittsverdienst von 157.000 Euro eindeutig vorn.

Die Höhe der Bezüge hängt auch maßgebend vom jeweiligen Umsatz der Unternehmen ab. In Firmen, die einen Jahresumsatz zwischen 500 und 1.500 Millionen machen, liegen die Gehälter deutlich über den Betrieben mit nur 50 Millionen Euro Umsatz. Im Branchenvergleich verdienen Führungskräfte der ersten Ebene in der Chemie- und Mineralölbranche mit im Schnitt 161.000 Euro jährlich am Besten; in der Bauwirtschaft liegen die Führungsgehälter dagegen nur etwa bei 117.000 pro Jahr.

Zum Einkommen aus dem Grundverdienst kommen häufig noch Zusatzleistungen wie betriebliche Altersvorsorge und Gesundheitsvorsorge, Bonuszahlungen oder Firmenwagen.

Quelle: faz.net vom 2. September 2010