Dunning-Kruger-Effekt: Die eigene Unfähigkeit nicht bemerken

24. September 2010

Menschen mit überhöhter Selbsteinschätzung werden meist belächelt, doch sie selbst finden sich äußerst klug und talentiert.

Viele Menschen leiden chronisch an Störungen ihrer Selbstwahrnehmung. Und fast jeder kennt einen solchen Menschen: sei es ein Kollege, ein Freund oder auch jemanden aus dem öffentlichen Leben. Zwei Professoren der Cornwell-Univesität haben im Jahre 1999 auch herausgefunden weshalb manche ihre Leistungen für absolut unschlagbar halten und der Meinung sind, für jedes Problem die passendste Lösung zu haben – obwohl sie damit auf andere inkompetent und peinlich wirken.

Die beiden Forscher David Dunning und Justin Kruger nennen es den Dunning-Kruger-Effekt (DKE). Der DKE ist die Tatsache, dass inkompetente Menschen zu inkompetent sind, um ihre eigene Inkompetenz zu erkennen. Dunning und Kruger haben herausgefunden, dass Menschen, die vom DKE betroffen sind

  • dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen,
  • überlegene Fähigkeiten bei anderen nicht erkennen,
  • das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht zu erkennen vermögen,
  • durch Bildung nicht nur ihre Kompetenz steigern, sondern auch lernen können, sich und andere besser einzuschätzen.

(Quelle: Wikipedia)

Helfen kann man Mitmenschen mit Wahrnehmungsstörungen die ihre eigene Person betreffen nur durch direktes Darauf-aufmerksam-machen. Zwar sind wir alle hin und wieder inkompetent ohne es selbst zu bemerken. Doch ist ehrliches Feedback für alle Beteiligten dabei von größtem Wert: Für die einen, weil sie auf ihr Verhalten aufmerksam gemacht werden und für die anderen, weil sie sich nicht weiter peinlich berührt fühlen müssen.

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