Alkohol am Arbeitsplatz

15. Dezember 2010

Wenn Mitarbeiter regelmäßig alkoholisiert zur Arbeit kommen, sollten Kollegen und Vorgesetzte das Gespräch suchen.

Vom Grundsatz her ist Alkohol am Arbeitsplatz nicht verboten. Leiden allerdings die Arbeitsleistung und das -klima darunter, müssen im Sinne aller Beteiligten Maßnahmen ergriffen werden. Im schlimmsten Falle ist eine Kündigung notwendig. Laut Statistik sind fünf Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung alkoholkrank, das sind fast 1,25 Millionen Menschen.

Dem Kollegenkreis fällt eine Alkoholsucht meist zuerst auf: Der Mitarbeiter ist unkonzentriert, riecht nach Alkohol, ist schlecht gelaunt, regelmäßig krankgemeldet, kann sich nicht klar artikulieren und bewältigt seine Arbeit nicht. Oftmals übernehmen die Kollegen noch einen Teil seiner Aufgaben.

Da Alkoholabhängige aus eigenem Antrieb und ohne Hilfe den Weg aus der Sucht meist nicht finden, sind aufmerksame und verantwortungsbewusste Kollegen und Vorgesetzte häufig die letzte Rettung. Auch wenn im Zweifelsfall eine Kündigung erfolgt – die bei Alkoholsucht arbeitsrechtlich möglich ist – kann es für den Betroffenen unter Umständen der Weg in die richtige Richtung sein.

Unterlässt man es, einem Kollegen oder Mitarbeiter, der ein ernsthaftes Alkoholproblem hat zu helfen, dann gefährdet man unter Umständen auch andere – beispielsweise wenn aufgrund Alkoholkonsums ein Arbeitsunfall passiert.

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