Von der Leyen möchte eine feste Quote einführen, Schröder eine flexible – der DIHK hält beides für ungeeignet.

Ende Januar kam das Thema (Frauen-)Quote wieder verstärkt zum Vorschein, denn Arbeitsministerin Ursula von der Leyen stellte einen Gesetzesvorschlag zur Mitarbeiterquote vor. Dieser besagt, dass Vorstände, Aufsichtsräte sowie börsennotierte Unternehmen künftig mindestens 30 Prozent männliche sowie weibliche Führungskräfte beschäftigen sollen.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hingegen ist für eine flexible Lösung hinsichtlich des Anteils weiblicher Führungskräfte in einem Unternehmen. Ab einer gewissen Größe sollen Betriebe verpflichtet sein, für sich selbst zu entscheiden wie viele Frauen in Führungspositionen eingesetzt werden – und diese Zielsetzung dann innerhalb von zwei Jahren selbstständig umzusetzen. Für Schröder ist es untragbar, dass der Staat den Betrieben eine einheitliche Quote vorschreibt, nach der sie ihre Stellen belegen.

Während Hannelore Kraft von der SPD sogar für eine Frauenquote von 40 Prozent ist, lehnt die CSU sämtliche Quotenregelungen ab. Ebenso wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der sich für das Prinzip „Eignung vor Geschlecht“ ausspricht.