Wünsche, Erwartungen, Hoffnungen und Ziele werden von beiden Seiten schweigend in einem psychologischen Arbeitsvertrag formuliert.

Jedes Arbeitsverhältnis beruht auf einem schriftlichen Vertrag, der von beiden Vertragsparteien unterschrieben wird. Neben dem schriftlichen besteht jedoch noch ein weiterer Vertrag: Der psychologische Arbeitsvertrag.

Der psychologische Arbeitsvertrag beinhaltet die Wünsche, die Erwartungen und Hoffnungen an das Arbeitsverhältnis. Aber auch die Vorteile, die sich das Unternehmen beziehungsweise der Beschäftigte von der Zusammenarbeit verspricht, sind ein wichtiger Bestandteil. Der psychologische Vertrag wird allerdings weder ausgesprochen noch schriftlich fixiert – er besteht nur in Gedanken.

Ein Arbeitgeber erwartet beispielsweise von seinem Mitarbeiter Engagement, Flexibilität, Loyalität und eine gute Qualität der Arbeit. Der Mitarbeiter wiederum baut auf faire Behandlung, einen sicheren Arbeitsplatz sowie eine angemessene Work-Life-Balance. Die Inhalte des psychologischen Arbeitsvertrags werden aufgrund äußerer Umstände – wie beispielsweise Marktentwicklung oder Strukturänderungen – im Laufe der Zeit immer mal wieder angepasst. Und sie stimmen mit denen des jeweiligen Vertragspartners auch nicht unbedingt immer überein.

Unsere Empfehlung: Die Themen, die unausgesprochen im psychologischen Arbeitsvertrag verankert sind, beim nächsten Mitarbeiter- oder Zielvereinbarungsgespräch zur Sprache bringen. Durch den mündlichen Austausch können eventuelle Missverständnisse oder negative Befindlichkeiten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer erkannt und – im besten Falle – beseitigt werden.