Informatikstudiengang für Migranten

Die Universität Oldenburg bietet spezielle, auf Migranten zugeschnittene, Bachelor- und Masterstudiengänge an.

Hochqualifizierten Zuwanderern und Migranten, die hierzulande Arbeit suchen, werden oftmals Steine in den Weg gelegt, weil ihre Abschlüsse in Deutschland nicht anerkannt sind. Um dem entgegenzuwirken hat die Universität Oldenburg bereits im Jahr 2008 das Studienprogramm „Informatik für Migrantinnen und Migranten (B.Sc./M.Sc.)“ entwickelt.

Ziel des Programms ist, die Einwanderer, die bereits einen bestehenden Hochschulabschluss vorweisen können, für den deutschen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Voraussetzung für die Studiengang-Zulassung sind die allgemeine Hochschulreife, sehr gute Deutschkenntnisse, Migrationshintergrund sowie ein Universitätsstudium im Heimatland, das fachlichen Bezug zur Informatik hat. Den Studenten werden, je nach Vorbildung und Fachkenntnis, Leistungen aus ihrem ausländischen Studium teilweise auch anerkannt. Um bestehende sprachliche Barrieren auszugleichen werden zudem noch Sprachkurse angeboten. Jeder Bewerber erhält vor Studienbeginn eine eingehende Beratung, nach der das Studienprogramm individuell zusammengestellt wird.

Der von der Universität Oldenburg angebotene Studiengang ist bisher der einzige seiner Art in Europa. Die Studenten, die an diesem Programm teilnehmen, sind häufig Flüchtlinge oder Spätaussiedler, sie kommen zum Beispiel aus der Türkei, aus Rumänien oder sogar dem Irak. Sie sind zumeist schon gut ausgebildet und haben ein großes Wissenspotential. Trotzdem wird ihnen in Deutschland ohne zusätzliche Weiterbildung der Eintritt in den Arbeitsmarkt verwehrt.